Sonntag, 17. Juni 2018

Just Cause 2

Es ist ein hübsches großes Spiel, das auf bescheidener Hardware gut läuft und das einem erlaubt viel crazy Stuff zu tun. Theoretisch hört sich auch nach Spaß an, wenn man einen Jet fliegt, dann auf die Oberseite steigt, rausspringt, sich an einen gegnerischen Hubschrauber mit dem Seil einhakt und dann den Piloten rauskickt. In der Praxis fühlt sich das trotzdem nicht gut an. Man kann mit einem Motorrad fahren, mit dem Fallschirm sich nach oben befördern und dann von der Luft aus auf die Gegner schießen, nur gibt es keinen Grund dazu. Man weicht nicht bewusst aus. Die Steuerung flutscht nicht. Alles scheint für sich alleine zu passieren.

Es gibt eine 3D Option, die sehr gut funktioniert.

Die Inseln sind wie gesagt hübsch und in der Welt des Spiels zu existieren sollte eigentlich angenehm sein, nur versucht das Spiel alles mit der Geschichte und den Charakteren und dem Chaos Spielprinzip kaputtzumachen. Alle Charaktere sind hassenswert. Sie dürfen ja keine gute Menschen sein aber muss man Rockstar so weit kopieren, dass sie absolut keinen Charme haben müssen?

Die Rechtfertigung in der Story, die legitimiert, dass der Spieler alles kaputtmacht, ist mir 5 Dimensionen zu blöd. Es ist Team America ohne den Witz. NOCH blöder wird es, wenn man Punkte dafür kriegt, seine eigene Basis zu zerstören. Und es fühlt sich falsch an, wenn ein Gameplaysystem, das sich "Chaos" nennt, Prozentanzeigen für jede Stadt hat, die zeigt, welchen Anteil der Stadt genau man "aufgeräumt" hat.

Nach einem Drittel abgebrochen.

Gestern habe ich noch den Trailer von Generation Zero gesehen, der ... billig ausgesehen hat(?), und ich mache mir Sorgen. Ich will Avalanche Spiele mögen. Ich habe Mad Max schon gekauft aber noch nicht angefasst und Rage 2 will ich auch kaufen, weil mir der Nachfolger gefallen hat.

Sonntag, 10. Juni 2018

E3 2018 - EA Play

Es war alles sehr vorhersehbar. Den größten Teil der Verantstaltung kann man so beschreiben, dass EA das eigene Publikum bedient. Ich wünsche mir, Sega würde das eigene Publikum bedienen.

Es gibt ein neues Battlefield für die Leute, die Battlefield erfolgreich gemacht haben. Diesmal ohne Lootboxes, dafür mit einem Battle Royal Modus. Es gibt ein neues FIFA für die Leute, die FIFA erfolgreich gemacht haben. Immer noch mit ihrer Version von Lootboxes natürlich, was EA in meinen Augen zu Heuchlern macht, aber in ihrem Kopf geben sie jedem Publikum das, was es will. Madden und NBA Live gibt es natürlich auch.

Wir wurden daran erinnert, dass Respawn ein Star Wars Fallen Order Spiel macht, und trotz ihrer Fehltritte ist es für mich das interessanteste Spiel von EA. Den armen Typen, den sie hinausgeschickt haben, um sich für Star Wars Battlefront 2 quasi zu entschuldigen haben sie mit dem besten Waffen ausgestattet, um das Publikum wieder für sich zu gewinnen: Darth Grievous. LOL?



Unravel hat eine einzigartige Präsentation gehabt, einen einzigartigen Hook und es hat mir gefallen. Ich freue mich auf Unravel 2. Ich werde wahrscheinlich mit dem Kauf warten, bis sich ein co-op Partner ergibt. Sea of Solitude sieht nett aus. Mal sehen..

Command & Conquer Rivals ist ein mobile Spiel. Ich verstehe die Aufregung der Leute, die keine richtige Fortsetzung kriegen und dafür nur das, was ein Begleitprojekt sein sollte. Für sich betrachtet sieht das Spiel dennoch nett aus. Plattformen mit Touch-Bildschirmen eignen sich sehr gut für Strategiespiele. Hier ist die Stelle, wo ich mit den Schultern zucke.

Anthem ist EAs Destiny mit allem drum und dran. Ich komme mir nicht schlau vor, die Feststellung gemacht zu haben.

Haben die, um Madden zu bewerben ernsthaft ein Arschloch rausgeholt, von dem sie ein Video gezeigt haben, wo ihm sein Gegner die Hand reicht und er sie verweigert? Ich finde keine komplette Aufnahme der Konferenz, um das zu überprüfen. Wow!

Insgesamt eine Konferenz, die in ihrer Vorhersehbarkeit vorhersehbar war. Die Reaktion des Internets darauf ebenso. Am Ende kommen wenigstens ein paar ordentliche Spiele raus.

Samstag, 9. Juni 2018

Uurnog Uurnlimited

Das Spiel ist originell und anders und schlau und wenn ich gut weitergekommen bin, hatte ich Spaß damit. Ein wenig von Mario 2 (nicht japanisch) inspiriert, kann man Blöcke mit verschiedenen Eigenschaften und sogar Feinde rumtragen und einsetzen, um Rätsel zu lösen und andere Gegner zu bekämpfen und voranzukommen.

Die roten Blöcke habe ich fast nie eingesetzt.

Es ist eins der Spiele, die dem Spieler die Freiheit geben, Sachen selbst zu entdecken. Was OK ist. Es wird erst ein Problem, wenn grundlegendes Regelwerk nicht erklärt wird, kombiniert mit der Tatsache, dass das Regelwerk nicht 100%ig konsistent ist. Es gibt Suchblöcke für bestimmte Feinde und weil das manchmal im Basis-Raum funktioniert hat, bin ich davon ausgegangen, dass es immer funktioniert. Nein, manchmal funktioniert es erst, wenn man den Raum verlässt und in die richtige Gegend angekommen ist.

Es ist bei weitem kein schlechtes Spiel. Es war grenzwertig, wie oft es mich frustriert hat. Wenn man vom Einheitsbrei genug hat und was anderes spielen will, kann man es sich trotzdem geben.

Mittwoch, 6. Juni 2018

Phoenix Wright Ace Attorney Trials & Tribulations

Ich bin traurig. Im Kern hält das Spiel die Qualitäten aufrecht, die im ersten Teil etabliert wurde. Und es macht die meiste Zeit auch Spaß. Ich habe zwei Probleme damit.

:(

Das erste ist, dass es viel öfter als in den Vorgängern vorkommt, dass die spielinterne Logik versagt und zusätzlich, dass völlig legitime Schritte des Spielers nicht als Lösung anerkannt werden, weil das Spiel was willkürlich spezifisches will. Zumindest scheint es in der Übersetzung so. Es kann auch sein, dass das Spiel nicht gereift ist, weil es die kürzeste Entwicklungsdauer hatte.

Das zweite ist, dass der allerletzte Fall übermäßig verwickelt und unlogisch ist, jeder mit jedem verwandt ist und er insgesamt fucking deprimierend ist. Das hat mich noch mehr geärgert als das Mass Effect 3 Ende, weil sie dort nur den uninteressanten Krieg mit den Bösewichten verbockt haben, während sie hier die Charaktere verraten haben. Ich bin richtig verärgert.

Sonntag, 3. Juni 2018

Mass Effect Andromeda

Die Charaktere sehen schlechter aus als im Vorgänger. Es läuft nicht sauber auf meinem PC auf mittlerer Stufe in einer Wüste, obwohl es nichts macht, was Battlefield mit der gleichen Engine nicht auf Konsolen in doppelter Geschwindigkeit hinkriegt. Die Dialoge sind saulangweilig und ich habe keine Ahnung, was in der Welt in welcher Abfolge passiert ist. Die Steuerung ist schwammig und die Kämpfe planlos.

Die Animationen des eigenen Charakter sind gut.
Ich habe es nach dem zweiten Planeten aufgegeben.

Mittwoch, 30. Mai 2018

Assassin's Creed Unity

Es ist ein Assassin's Creed Spiel mit allem drum und dran. Schauen wir mal, wie ich die Spiele in Erinnerung habe

AC 1: Ist zur Hälfte kaputt aber neu und fresh und mir immer noch sympathisch.
AC 2: Gut. Streamlined. Runder.
AC Brotherhood: Halbfertig und langweilig.
AC Revelations: Höhepunkt der Serie. Der einzige Teil, wo ich Emotionen bei der Geschichte gespürt habe.
AC 3: Katastrophe.
AC 4: Zumindest vom Setting besser als 3. Rest naja.
AC Rogue: Das beste vom zweiten Batzen.
AC Unity: Es ist ein Assassin's Creed Spiel.

The bells of Notre Dame.

Es ist extrem hübsch, die Geschichte ist erstaunlich kohärent für ein Spiel dieser Serie. Laufanimationen sind besser als in Horizon. Kletteranimationen fehlt es an Gewicht. Kampfanimationen sind schlecht. Das Level-Design fordert zu viel dafür, dass die Spielsysteme und Steuerung nicht rund sind. Man kann sie die Hälfte der Zeit ignorieren aber naja.

Unter anderen Umständen würde ich über die immergleichen Schwächen hinwegsehen aber UbiSoft hat es selbst für mich zu weit getrieben. Dazu kommt, dass ich es am Anschluß von Horizon Zero Dawn gespielt habe, das ein exzellentes Kampfsystem hat, und ich ständig im Hinterkopf hatte, das schon ein neues AC existiert, das neue Gameplay-Systeme hat. Horizon hat zumindest einen Schalter in meinem Kopf betätigt und ich habe es geschafft, null Aufräumarbeiten in Unity zu machen und nur die Missionen zu spielen, die ich tatsächlich wollte.

Das Spiel ist übrigens nach 15 Minuten grundsätzlich abgestürzt, bis ich ein Powershell-Skript im Internet gefunden habe, das ein paar DLLs vor und nach dem Spiel umbenennt. Yeah!

Sonntag, 27. Mai 2018

Horizon Zero Dawn

Meiner Erinnerung nach, hat das Spiel das beste open-plane Kampfsystem seit Halo 1. Es ist weniger balanciert und man kann es "gamen", wenn man sich zum Beispiel am Rand des Bereichs bewegt, wo die Maschinen hindürfen aber da macht man sich das Spiel selbst kaputt (manchmal). Ich mag, dass die unterschiedlichen Waffen sich in ihrem Verhalten und Einsatz unterscheiden und nicht nur in ihren Werten. In ihren Werten unterscheiden die sich leider auch und die haben zu viele Werte.

30 FPS urghs!

Die Menüs sind generell einfach zu viel und langweilig und viel. Und die Dialoge sind auch zu viel und langweilig und viel. Die Story-Beats funktionieren eigentlich ganz gut. Ich finde auch, dass die hi-res Gesichter zu schlechte Animationen haben, um nicht als creepy durchzugehen und sie nicht zum Detailgrad und Aussehen der Rest der welt passen.

Ich meckere viel rum aber ich habe den Gameplay-Loop dank der Waffen und deren Verzahnung mit dem Feindaufbau und -eigenschaften geliebt, zuviele Stunden am Stück gespielt und fast alles ausgeschöpft, was das Spiel zu bieten hat.

Donnerstag, 24. Mai 2018

Furi

Es ist eine Aneinanderreihung von Endgegnerkämpfen, die Bullethell-Shooter mit bißchen Nahkampf kombinieren.

Fury schreibt man aber mit Y!

Es gibt, Phasen, wo Geschicklichkeit gefragt ist. Gegen Ende der Kämpfe kommen verstärkt Reaktionstests und Auswendiglernerei. Das hat mir schon im dritten Kampf so zugesetzt, dass ich das Spiel aufgegeben habe. Hätte ich es in der Mitte der 90er gespielt, dann hätte ich wahrscheinlich mehr Zeit investiert und es hätte mir gefallen.

Montag, 14. Mai 2018

FEZ

Meine Schwester diskutiert manchmal mit mir, was wie in den Sprites meines eigenen Spiels geändert werden sollte oder auch nicht. Als ich Fez gespielt habe, hat sie dem Spiel eines Blickes gewürdigt und mich dann gefragt, warum ich mich so lange damit beschäftige, die Grafik hübsch aussehen zu lassen? Sie hat damit impliziert, dass wenn sich sowas verkauft, die Standards recht niedrig sein müssen.

Ich finde es trotzdem alles stimming und mag die kleinen Feinheiten in den Animationen.

Musik ist auch toll.

Ich habe viel zu sehr gefaulenzt die letzten Wochen.

Das Gameplay ist nicht viel mehr als das, was die Demo vor so vielen Jahren auf der Xbox versprochen hat. Oft haben quasi-Welten ihren eigenen Twist und alles ist schön und gut und macht Spaß. Eine Sache hat mich ... gestört? Ich bin mir gar nicht so sicher. Nachdem ich die Hälfte der Cubes gesammelt und das Ende erreicht habe, hatte ich nicht das Gefühl, das ich irgendwas beendet habe. Die Endsequenz ist voll endig aber von dem, was ich alles an Spiel ausgelassen habe, fühlt sich das Erledigte sehr unvollständig an. Ich werde mir aber auch nicht die Mühe machen, alle Geheimnisse zu lüften, denn von dem, was ich verstanden habe, sind einige Dinge sehr hardcore/obskur und darauf habe ich keine Lust.

War gut. Ich widme mich jetzt Dust: Elysian Tale zu, das das genaue Gegenteil von FEZ ist. Konservativ, hi-def, geschwätzig.

Freitag, 11. Mai 2018

Netflix & Co (Filme)

Taxi Driver

Wenn ich ihn jemals gesehen habe, kann ich mich nicht daran erinnern. Nach den ersten paar Minuten des Films, habe ich parallel zum Zuschauen mich versucht zu erinnern, ob ich jemals Robert de Niro in der Rolle einer angenehmen Person gesehen habe.

Der Film ist heute noch relevant und gut anzuschauen. Was ich nicht verstehen ist das Lob für die Musik. Für sich selbst betrachtet ist sie ja gut aber es schien zu wenig davon zu geben und es war nicht immer passend zum Bild.

Black Mirror Serie

Schwankt sehr stark zwischen Episoden. Manche sind nicht so schlau wie sie denken. Aber der Großteil ist, wenn nicht herausragend, zumindest interessant, also werde ich es weiter anschauen.

Kingsman The Golden Circle

Ich habe gelesen, dass er schlechter als der erste sein soll. Ich fand ihn aber besser. Der Bösewicht taugt mehr. Es gibt kein Äquivalent der doofen Kirchenszene. Man wird von der durchgespulten Origin-Story verschont. Gut kann ich ihn immer noch nicht finden, weil er wie Kick-Ass ist, ohne das Schlaue drin.

I, Daniel Blake

Es ist einer dieser lästigen Filme, die ohne Superhelden sind und trotzdem es wagen, zu existieren. Daniel Blake hilft einer Frau und kämpft mit dem Staat wegen Arbeitslosengeldes. Der Film ist low-key hat Herz und ist sehr gut gemacht. Erwartet kein Disney Emotionsgewitter.

The Hateful Eight

Nach Kill Bill Vol 2 der zweite Tarantino Film, den ich nicht ungenießbar fand. Ich bin mir nicht sicher, woran das liegt aber ich versuche es mal zu erklären. Es gab keine Disco-Musik. Wenn es offentliche Inspirationen für den Film gibt, die billig imitiert werden, dann sind sie mir unbekannt. Der Film versucht nicht so verzweifelt, seine Charaktere oder sich selbst als cool zu verkaufen. Die gehen eher als echte Menschen durch im Vergleich zu seinem sonstigen Rotz.

Kevin Hart: Seriously Funny

Ein weiterer Komiker, der auf Conan o Brien witziger ist als in den eigenen Auftritten.

Freitag, 27. April 2018

Netflix Standup Comedians

Falls sich jemand fragt, warum ich mir so viel von dem Zeug anschaue, es ist weil ich etwas laufen lassen will, während ich Sport mache, wo ich nicht die ganze Zeit zuschauen muss.

Chris Rock Tamborine

Enttäuschend. Ich mag nicht, dass er einen Satz sagt und anschließend noch zwei/drei mal wiederholt. Das ist so, als ob ich meinem Vater zuhören würde.

Jim Jefferies Bared & Freedumb

Stolpert in ein paar Passagen. Insgesamt ist das Zeug gut bis exzellent. Manchmal ist sein Stoff nicht mal witzig sondern einfach nur scharf beobachtet und dann letztendlich ... witzig.

Bill Burr Walk Your Way Out

Ich habe mit den Auftritten von Bill Burr auf Conan Tränen gelacht aber das hier war nix.

Kevin James Never Don't Give Up

Bodenlos peinliche langweilige Scheiße. Noch schlimmer als erwartet.

Ricky Gervais Humanity

Selbst bei den Auftritten, die in Ordnung gehen, so wie hier, gibt es mindestens eine Passage, wo sich der Komiker blamiert so, dass es unangenehm wird. Hier ist es eine Parallele von Transsexuellen mit Leuten, die sich als Affen identifizieren. Das ist von vorne rein nicht einfallsreich. Es sogar dumm. Wenn es auch noch in die Länge gezogen wird, dann muss man sich für den Millionär auf dem Schirm fremdschämen. Wenn das vorbei ist, geht es glücklicherweise wieder aufwärts.

Dienstag, 24. April 2018

Aragami

Ein erstaunlich ninja-mäßiges Spiel von Nichtjapanern. Am meisten an der ganzen Aufmachung hat mich die Musik überrascht, die toll ist, das Spiel angemessen kleidet und mit echten Instrumenten eingespielt ist. Sie ist so toll, dass sie mir besser als die vom letzten Zelda und Horizon gefällt.

Der Held hat die richtigen Farben.

Gameplay-mäßig geht es ums schleichen und man hat noch den Teleportations-move wie in Dishonored, der ständig eingesetzt wird. Später kriegt man einen Haufen zusätzlicher Fähigkeiten hinzu, nur kommen sie so spät, dass ich zwar alles freigeschaltet aber nur die Hälfte ausprobiert habe. Es hilft auch nicht, dass die Steuerung für die Zusatzfähigkeiten zu umständlich ist.

Das Spiel ist zum größten Teil also recht simpel und nicht besonders abwechslungsreich aber die Grundlagen sind solide und die Aufmachung ist ansprechend. War gut.