Donnerstag, 5. Januar 2012

Assassin's Creed Brotherhood

Ich habe keinen Zweifel daran, daß ein immenser Aufwand in das Spiel hineingesteckt wurde, auch wenn es ein Jahr nach dem Vorgänger erschienen ist. Durch kleine Veränderungen und Hinzufügen neuer Elemente wird das Spiel besser gemacht. Vom Umfang her ist das Spiel auch sein Geld wert. Warum bin ich nach Assassin's Creed 2 nicht so richtig glücklich damit?

Ich weiß nicht mal, ob es objektiv ist, aber Rom hat bei mir als Umgebung keinen so guten Eindruck wie die Städte in Teil 1 und 2 gemacht. Die Animationen sind nicht verbessert worden. Obwohl die Serie einen eigenen Charakter hat, was den Sound angeht, sind die Musikstücke in der ganzen Serie, auch hier, recht lasch und wiederholen sich. Das führt uns zu der Dramatik in der Serie, die nur in Momenten überzeugt und nie richtig an Fahrt gewinnt. Die besten Momente sind hier die Flashbacks in die Vergangenheit mit ihren leisen Momenten. Das große Finale in der Ezio Timeline mit den Effektoverkill wirkt von der Geschichte und dem Ton her deplaziert. Das ist quasi wie der Kampf mit dem Riesen in jedem zweiten Anime seit Akira.

Das ist schade, weil es offensichtlich nicht so ist, daß die bei Ubi-Soft keine fähigen Autoren haben. Am erinnerungswürdigsten bleiben mir die Dialoge, wenn man Cristina sowieso aus dem Palast rettet und beide um die Tatsache herumtänzeln, daß sie was füreinander empfinden und sich Ausreden zuspielen, warum das politisch sinnvoll ist, einen Verbund einzugehen und sich gegenseitig zu helfen. Das ist so richtig geschmackvoll gemacht. Sobald es dann wieder um das Schicksal der Welt geht, wird es klischeehaft und leer.


Auf meinem PC gibt es zuviele sichtbare Level-of-Detail-Wechsel und die Framerate fällt jedesmal, wenn ich viel Publikum auf dem Bildschirm in der Stadt habe, selbst auf mittleren Einstellungen. Meine Vermutnug ist, daß die CPU und nicht die Grafikkarte der Flaschenhals ist. Trotzdem ist es enttäuschend, wenn das Spiel auf einen modernen PC nicht grundsätzlich doppelt so schnell wie auf 6 Jahre alten Konsolen laufen kann. Andere Spiele schaffen es doch.

Die Missionen haben weniger Fehler, erlauben meist genug "gute" Freiheit und die Helfer, die man bestellen kann, machen das ganze spaßiger, selbst wenn die Balance darunter leiden kann. Jede Mission kann inzwischen mit halber oder mit voller "Synchronisation" zum Abschluß gebracht werden, je nachdem, ob man eine zusätzliche Bedingung einhält oder nicht, was eine gute Idee für ein dynamischen Schwierigkeitsgrad ist. Das dumme dabei ist, dann die Nichterfüllung der zusätzlichen Bedingung beim Neuladen eines Checkpoints gespeichert wird und stellenweise ein klitzekleiner Fehler in einer 20 min Mission zum echten Ärgernis werden kann.

Brotherhood ist das beste Assassin's Creed, das ich bisher gespielt habe. Ich habe dabei ein ungutes Gefühl, vor allem, was die Zukunft der Serie angeht. Revelations scheint laut Berichten nochmal eine neue Schicht an neuen Spielelementen oder Minispielen draufzutun, ohne den Kern an sich anzufassen. Das nächste Spiel mache ich das noch mit. Danach will ich ein TOTAL MAKEOVER wie Splinter Cell Conviction.

Keine Kommentare: