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Sonntag, 30. Januar 2022

Xeno Crisis

Sieht recht hübsch aus und von das Gameplay von Sekunde zu Sekunde fühlt sich ganz gut an. Nur das halbzufällige Leveldesign mag ich nicht, weil ich mir am Ende nicht sicher bin, dass ich tatsächlich selbst schuld bin, wenn ich sterbe. Es geht mehr um Crowd Control, als um das Lernen von Spielmustern. Nicht so meins.

Sieht recht hübsch aus.

Die Anzahl der Plattformen, auf denen das Spiel erschienen ist, ist erstaunlich. Wikipedia behauptet, es läuft auf Unity. Ich bezweifle es.

Sonntag, 30. Juni 2019

Shenmue 1 & 2

Ich habe die Spiele hier und da erwähnt, aber noch nie ausführlich darüber geschrieben. Nicht hier. Aber reichlich anderswo. Ich schau mal, was ich so in Foren geschrieben habe. Vielleicht kann ich es reinkopieren, etwas überarbeiten und mir Arbeit sparen. Wartet kurz!

So.

Shenmue hat haufenweise Schwächen und es ist völlig legitim, wenn sie einen so stören, dass man keinen Spaß daran hat.

The four wude.

Es ist fast zwanzig Jahre her und wir sind vier Konsolengenerationen weiter und es gibt kein einziges Spiel, das so erfolgreich schafft, den Spieler in einen anderen Ort zu versetzen so wie Shenmue in Yokosuka. Ich meine einfach nur das Gefühl durch die Straßen zu laufen. GTA sowieso ist ein Lego-Spiel mit realistischer Grafik dagegen. Die Figuren existieren dort nur, um vom Spieler überfahren zu werden oder um ihm Missonen zu geben. Ihre Dialoge kommen von einem Briten, der Gangsta sein will, und sind wie von Hugh Grant in Mickey Blue Eyes nur mit einem echteren Akzent. In Shenmue hat man echte japanische Charaktere mit allen Eigenheiten, Höflichkeitsformen und Mimik, die Japaner halt haben, und die ihren Tagesablauf nachgehen, den man dann unterbricht. Die brauchen den Spieler nicht, um zu existieren. Man sollte meinen, dass das im Spiel keinen Unterschied macht, außer dass es lästig ist, wenn man Menschen sucht, aber es macht einen enormen Unterschied im Mittendrin-Gefühl, ob die Welt nur existiert, um dem Spieler zu dienen, oder ob ihr der Spieler egal ist. Sowas gibt es nicht in GTA, nicht in Yakuza und nicht in sonst einem Spiel. Assassin's Creed Origin wird das zweite Spiel überhaupt, das so eine Tagesablaufsimulation in so einem Spiel bietet und das mit 18 Jahren Verspätung.

The hitting of the tree.

Die Leute, die dem Spiel Charaktertiefe absprechen, sollen mir Spiele zeigen, wo es besser gemacht wird. Ich dachte am Anfang auch, dass die Geschichte simpel ist, aber ich sehe keinen auf NeoGAF z.B., der es blickt. Ich lese immer nur "Yeah, Shenmue 3, endlich werde ich Lan Di dem Arsch treten" und die sehen nicht, dass es nicht darum geht. Die letzte Anweisung von seinem Vater war, dass er Freunde machen soll, was er größtenteils ignoriert. Es gibt Hinweise, dass sein Vater nicht ganz unschuldig war. Die Aufgabe von Ryo wird am Ende nicht sein, Lan Di zu besiegen, sondern den Kreis der Gewalt zu beenden. Ich habe schon wieder zu viel geschrieben ... egal.

Unterm Strich spielt man Shenmue nicht wegen der Spielmechanik. Wenn es darum ginge, kann das Yu Suzuki auch in anspruchsvoll. Er hat Virtua Fighter gemacht. Es geht darum, in der Welt des Spiels zu existieren und die Reise mitzumachen.

Hier noch ein Bonus-GIF, das zeigt, wie vor einer Interaktion das Spiel die Schritte berechnet und ausführt1, um Ryo richtig zu positionieren. Das gibt es meines Wissens seitdem in keinem anderen Spiel.


Montag, 8. April 2019

Street Fighter 5 Re-Review

Das letzte Spiel aus meiner "Ich habe entdeckt, dass ich zwei mal Texte zum selben Spiel geschrieben habe"-Reihe. Hier nochmal der alte Text. Hier gibt es den größten Abstand zwischen den Verfassungszeitpunkt und die größten Unterschiede im Text. Der Verlauf ist trotzdem ähnlich.

Ich habe Street Fighter 2 (zurecht) geliebt.

Street Fighter 2 Turbo war eine Abzocke, auch deswegen, weil ich, um den Import zu spielen, einen "60 Hz Adapter" kaufen musste. Ich habe deutlich gesehen, dass es Abzocke war, weil Capcom sich nicht mal die Mühe gegeben hat, die reduzierte Animationsanzahl der Endgegner, die nicht dafür gedacht waren, gespielt zu werden, auf das Niveau der normalen Charaktere zu bringen.

Es hat mich zwar nie interessiert, mit allen Charakteren in Street Fighter 2 zu spielen, aber ich fand, dass alle gut realisiert waren und zum Spiel gepasst haben. Super Street Fighter 2 hat das kaputtgemacht. Selbst die alberne Stance von T-Hawk disqualifiziert ihn, Fei Long ist in einem anderen Stil gezeichnet worden als der Rest mit realistischeren Proportionen als der ganze Rest und Cammy ist einfach nur eine häßliche Figur. DeeJay ging noch. Ich habe es nicht gekauft.

Super Street Fighter 2 Turbo war ebenfals Abzocke im gleichen Stil wie das erste Turbo. Kaum was davon mitgekriegt, weil ich schon auf dem Saturn war oder so.

Street Fighter Alpha habe ich gekauft und es war OK. Dem Interview (hier sollte ein Link sein, den ich jetzt nicht mehr suche) nach, war Alpha die Budget Serie unter den Street Fighter Spielen. Das erklärt wahrscheinlich, warum trotz der einfacherer Schattierungen und des damit geringeren Aufwands pro Frame die Animationen kaum besser geworden sind. Die Charaktere waren recht hit & miss, die Hintergründe einfach nur schlecht.
 
Die Hintergründe in Alpha 2 sind super aber sonst kann ich nichts über das Spiel sagen, weil ich es kaum gespielt habe.

Ich werde es nicht bei jedem Spiel erwähnen aber die Musik von jedem Street Fighter ab Alpha 3 ist hauptsächlich elektronischer Billig-eJay-Scheiß. Allein wegen diesen Punkts konnte kein Street Fighter was anderes als eine Enttäuschung sein. Ich hatte das Spiel auf dem Dreamcast und es war das kompletteste Street Fighter ever und so aber ich hatte kein Bock mit verschiedenen Charaktermodi zu beschäftigen, habe nie gelernt, wie sie funktionieren, und die Animationen, die immer noch das Niveau von 1991 hatten, hingen mir zum Hals raus.

Street Fighter 3 alle Folgen haben mir spielerisch gefallen. Das Charakterdesign war wieder hit & miss und die Musik ungenießbar. Ich wollte es wirklich mögen.

Street Fighter 4 ist das Komplettpaket. Schlecht modellierte Kämpfer, zur Hälfte schlechte Animationen, schlechte neue Charaktere und am Ende so um die 9 Shotokan-Karatekas. Spielerisch ebenfalls langweiliger als der Vorgänger. Die Eingaben/Combos sind zu schwierig. Ich WEISS, dass ich gesagt habe, ich würde nicht bei jedem Spiel erwähnen wie schlecht die Musik ist aber die Musik ist wirklich unterirdisch schlecht.

Ich konnte den alten Screenshot in der Liste nicht finden :(

Street Fighter 5 ist der Nachfolger, auf den ich seit dem Ursprungs-Street Fighter 2 gewartet habe. Ich kann mit allen Charakteren leben, nur Cammy ist hart an der Grenze. Die Modellierung ist außer in den Close-ups gut. Die Animationen sind. Die klassische Musik ist zurück. Es gibt mehr Variation pro Kämpfer und zwischen den Kämpfern in ihrer Handhabung. Steuerung ist leichter geworden und es scheint mir, dass Distanzen/Geschwindigkeiten/Abläufe besser aufeinander abgestimmt sind. Viele beschweren sich, dass es keine vernünftigen Single-Player Inhalte gibt, und obwohl ich noch nie zuvor Prügelspiele online gespielt habe (außer Capcom vs SNK 2 auf der ersten Xbox für einen Tag), habe ich das Spiel gekauft, um mich quasi zu überwinden und es doch auszuprobieren.

Erwartungsgemäß stellt es sich heraus, dass es das ist, was ich schon immer von Prügelspielen wollte. Ich bin noch Anfänger und in der Phase, wo Gegner irgendwelche Standardtricks bei mir anwenden, ich kassiere ein paar Spiele lang Schläge, bis ich gelernt habe, damit umzugehen, und dann spiele ich etwas besser bis der nächste Standardtrick kommt, bei dem ich Schläge kassiere. Ich denke mal, wenn ich bei denen angekommen sind, die nur schlechte "Antworten" haben, werde ich auf die richtigen Schwächen des Spiels stoßen. Jetzt macht es mir noch Spaß.