Freitag, 1. November 2013

Trine ist schwammig

Das Wort der Woche ist wahrscheinlich "wirr", denn ich will es zum dritten Mal benutzen. Diesmal will ich nicht die Geschichte mit der Bezeichnung krönen sondern die Farben gegen später im Spiel. Am Anfang sieht es hübscher aus.

Warum läuft so eine Art technisch anspruchsloses Spiel mit 30 FPS auf Konsole und zwingt mich, die PC-Version zu kaufen? Argh!


Also, Trine! Man hat drei Charaktere mit verschiedenen Eigenschaften, die von drei Spielern gesteuert werden können oder auch nicht. Und mit Kämpfen und Physikspielereien, die Anspruch auf Geschicklichkeit und Rätsellösigkeit des Spielers erheben, ist er bis zum Ende des Spiels beschäftigt. Trine hat Charme und ist spielerisch interessant aber es geht ihm nach der Hälfte des Spiels die Puste aus, weil es in keiner Hinsicht danach noch was frisches zu bieten hat. Die Interaktionen mit der Welt sind auch etwas schwammig. Das Leveldesign kann vom Prinzip her nicht besonders gut mit den zu unbestimmten Zeiten aufgewerteten Fähigkeiten des Magiers abgestimmt sein, deswegen kann es sehr wohl sein, dass man sich durch einige Stellen mit Tricks "durchschummelt", die von den Entwicklern nicht vorausgesehen waren. So eine Spieleigenschaft muss dennoch nicht unbedingt negativ ausgelegt werden.

Ich habe das Gefühl, dass das Spiel aufgewertet wird, wenn man es zuvielt spielt, weil man noch mehr gezwungen wird, sich mit dem Spielsystem auseinanderzusetzen. In diesem Fall ist man nämlich an einen Charakter gebunden und man kann nicht einfach denjenigen nehmen, der es in jener Situation am einfachsten hat. Leider ist Trine nicht online spielbar und co-op vor dem PC ist ungünstig. Der Nachfolger ist doch online spielbar. Ich werde berichten.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Zum Thema 30fps:
Auch ich hatte immer wieder das Problem, dass 30fps nicht schön zum spielen sind. Vor 2 Jahren kaufte ich mir einen neuen Flachbild-TV von LG und der hat die Funktion "TrueVision" (verdoppelt intern die Hz). Seitdem kann ich problemlos alle Games in 60Hz spielen. So eine Funktion am TV ist also Pflicht für den modernen 60Hz Enthusiasten.

lg
SashPash

Pasco hat gesagt…

Ich habe die Funktion im Media Markt vorgeführt gesehen und es war beeindruckend, wie gut die Interpolation der Bilder klappt, wenn der Algorithmus mit für ihn günstigen Quellmaterial gefüttert wird. Leider ist es so, dass beim Film der lief, das Quellmaterial, abwechselnd getaugt und nicht getaugt hat, so dass das Bild alle paar Sekunden abwechselnd flüssig und nicht flüssig war, was noch störender war als die konstante niedrige Framerate.

Außerdem ist es so, dass jeder Bildnachbearbeitungsschritt die Verzögerung zwischen Joypadangabe und Ergebnis auf dem Bildschirm verlängert, also ist man, wenn man sowas einschaltet noch weiter von einer Reaktionszeit wie mit 60FPS als wenn man "nur" die 30 FPS hätte.

Gruß