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| Sieht angenehm aus. |
Donnerstag, 22. Oktober 2015
JUJU hat Großbuchstaben
Der Verlass kleiner Entwicklungsstudios auf Unreal Engine und Unity garantiert, dass auf den alten Konsolen kein Spiel flüssig läuft. Dann kommt dazu, dass sie bei den Basics wie eine vernünftige Steuerung versagen, und dann weine ich. JUJU ist flüssig, hübsch und steuert sich gut und erst dann versagt es.
Ich weiß nicht, ob es bei weiteren Levels besser wird, aber in der recht langen Demo hat das Leveldesign nichts interessantes angeboten. Elemente sind getrennt in ihrer Abfolge und erfordern nicht, dass man mehrere Sachen gleichzeitig im Auge behält wie zum Beispiel ... in Donkey Kong? (wie vor 30 Jahren, ohne Country) Das beste Beispiel, dass die Spieldesigner nicht wussten, wohin, nachdem sie die Basics hingekriegt haben, ist, dass das Sammeln der Dingens nie zeitintensiv ist wie in Rayman Origins und manche einzelne (!) Dingens zwei Sprünge brauchen, um herausgeholt und aufgenommen zu werden, ohne dass der Vorgang mit anderen Systemen verzahnt ist, oder es sonst das Spiel irgendwie bereichert. Enttäuschend.
Dienstag, 20. Oktober 2015
HOARD hat Großbuchstaben
und war glaube ich bei Playstation Plus dabei. Es ist ein Resourcen-Sammlungsspiel (spannend), wo man einen Minidrachen von oben fernsteuert, und das mit einer niedrigen Framerate läuft, obwohl es keinen Grund dazu hat. Vielleicht, wenn die Hölle zufriert...
Sonntag, 18. Oktober 2015
Japan Reise - Montag 30. März 2015
Aufwachen! Eine Kleinigkeit bei Seven-Eleven kaufen! Zug! Kyoto! Bus!
Bus.
Busse ... echt! Erstmal, warum sind sie so voll? Warum brauchen die Drei-Viertel Stunde, um ein Viertel der Runde der Stadt zu machen? Das hat auf der Karte gar nicht nach so viel Weg ausgesehen. Warum zeigen die Passagiere ihre Tickets beim aussteigen und nicht beim einsteigen? Und die Busfahrer! Ich mein ... die Busfahrer. Die Busfahrer sind das allerbeste in Japan. Vielleicht sind die Busfahrer in Japan das beste auf der Welt. Nicht die besten Busfahrer sondern einfach das Beste überhaupt.
Was passiert, wenn man sich einer Busstation nähert?
Auf einer elektronischen Anzeige steht der Name der nächsten Station. Ein sanfte weibliche aufgenommene Stimme klärt uns über den Namen der nächsten Station auf. Sie sagte den Namen, noch irgendwas japanisches dazwischen und dann den Namen nochmal. Man fühlt sich in Samt eingehüllt. Dann kommt der Busfahrer und sagt den Namen der Station nochmal. Und dann steigen die Passagiere aus, stecken ihre Tickets in den Automaten und der Busfahrer bedankt sich überm Lautsprecher bei jedem einzelnen.
- Arigato gozaimasu
- Arigato gozaimasu
- Arigato gozaimasu
- Arigato gozaimasu
- Arigato gozaimasu
Sagen wir mal bei jeder Station steigen etwa 5 - 10 Leute aus und wir haben bis zum goldenen Tempel 20 Stationen. Bis wir angekommen sind, haben 150 mal "arigato gozaimasu" gehört. Aber das ist noch nicht alles!
Das beste, das absolut beste, ist wie der Typ das ausgesprochen hat. Es war eine Kombination von Langeweile und "die Welt aufgegeben haben", die in so einem krassen Kontrast zur teils aufgeweckten, teils zurückhaltenden Freundlichkeit des Rests von Japan ist, dass ich immer noch dauerhaft grinsen muss. Es kommt noch besser. Die erste Silbe war fast noch normal ausgesprochen, dann hat alles, was nach dem ersten "A" kam einen steten und bestimmten Anstieg an Langeweile und einen Fall in der Lautstärke erfahren. Es war so, als ob im Laufe des "arigato gozaimasu" eingeschlafen ist, er sich beim nächsten A wieder etwas gefasst hat und dann wieder eingeschlafen ist. 150 mal! Merkt man, dass ich das Tagebuch nur geschrieben habe, um bis zu dieser Stelle zu kommen? Der ganze Rest des Texts begleitet nur dieses Kernstück.
Was in Kyoto ebenfalls aufgefallen ist, ist dass Ampeln, wenn sie umschalten Vogelzwitschern oder irgendwelche Töne abspielen. Ich weiß nicht, was die bedeuten. Ich weiß nur, dass in Kyoto bis zu drei gleichzeitig und nicht aufeinander abgestimmt abgespielt werden. Das ergibt eine Kakophonie, die keinen anderen stört aber mich zum lachen bringt und ich will das ganze Zeug plus Busfahrer, wenn ich mir irgendwann mal Zeit nehme zu einem easy-listening Musikstück kombinieren.
Der Besuch des goldenen Tempels war cool. Dabei mag ich kein Gold und den Tempel fand ich auch nicht besonders schön. Die Gegend drum herum mit dem See, die Pflanzen und die Koi-Fische waren ein exzellentes Beispiel geschmackvoll "gepflegter" Natur. Ich kann nicht genau ausmachen, was dort von Hand gemacht wurde aber letztendlich hatte man das Gefühl, von Schönheit umgeben zu sein. Ich würde gern wissen, wie es ist, dort nachts durchzulaufen, oder allein statt durch die Menschenmengen. Ein schöner Touch waren die Eintrittstickets, die quasi zu große Papiere mit kalligrafischen Riesenzeichen drauf waren.
Raus vom Tempelgelände, zurück zur echten Welt, zum Zug, der uns zum Bambuswald bringt aber zuvor sehen wir ein Yoshinoya und nutzen die Gelegenheit, um zu essen. Nach dem letzten Besuch klebte ein Reiskorn auf meiner Hose und ich habe mich geweigert, es weg zu machen, was Freund Nr 1 unglaublich genervt hat, deswegen habe ich diesmal mit Absicht ein Reiskorn drauggeklebt.
Bei auf der Straße aufgestellten Karten ist es in Japan so, dass die obere Seite nicht Norden ist sondern die Richtung, in die man schaut. Was man als allererstes macht, wenn man noch zusätzlich eine Karte in der Hand hat, ist, sie so auszurichten, dass man eine Übereinstimmung hat. Es war nicht trivial den Bambuswald zu finden aber wir haben es geschafft. Es hat geholfen, dass die Menschenmassen sich auch in die Richtung bewegt haben.
Durch den Wald gehen, war super. Es war mit Zäunen abgetrennt und die endlosen Bäume haben Eindruck gemacht. Das erscheint auch etwas zu sein, dass viel mehr Eindruck gemacht hätte, wenn man alleine durchgehen würde und es ruhig wäre. An einer Stelle war der Zaun offen und ich habe versucht mich zu verstecken wie es oft in Kämpfen zwischen Ninjas (in Ninja Scroll?) passiert, hatte aber keinen Erfolg damit. Also habe ich ein paar erotisch angehauchte Fotos machen lassen.
Während wir liefen, erwähnt Freund Nr 1, dass er gehört hätte, dass zwei Mädchen griechisch gesprochen hätten. Also schreie ich zu ihm "ΑΕΙ ΓΑΜΗΣΟΥ ΡΕ ΜΑΛΑΚΑ" (Komm, fick dich du Wichser), was einfach eine zufällig ausgewählte Phrase mit den am meisten benutzten griechischen Wörtern ist. Die Mädchen drehen sich und fragen, ob wir Griehen wäre und überhaupt nicht, ob wir wahnsinnig sind. Scheint so, als ob die eine dort leben würde und die andere sie aus Schottland(!) besuchen würde.
Freund und Weibchen Nr 2 hatten einen weiteren Tempelbesuch im Plan. Weil wir zu wenig geschlafen haben und den ganzen Tag unterwegs waren, haben Weibchen Nr 1 und ich entschieden, uns währenddessen zu entspannen. Nach einem auf der Karte kurzaussehenden und sich in der Realität lang anfühlenden Marsch, sind wir zu einem Starbucks gekommen und haben zuviele dieser Frappuccino Eis Dingens getrunken. Weibchen Nr 1 hat mal wieder bewiesen, dass sie ihre Gier nicht zügeln kann, wenn ihr irgendwas richtig gefällt. Das gilt auch für den Sex mit mir.
Anschließend haben wir uns an einem Ende des kaiserlichen Parks getroffen. Früher war das eine Art kaiserliche Stadt oder Kommune oder wasweißich, wo alle, die dem Kaiser unmittelbar gedient haben, aufgehoben waren. Mir wäre es lieber, wenn die Gebäude von damals immer noch da wären, so dass ich mich mit meinen Ninja Seil von Dach zu Dach befördern kann, Tenchu-Style. Der Park hat nichts bemerkenswertes gehabt, der Zugang zum zentralen Gebäude war zu, aber es war ein netter Spaziergang. Wir habe einen Pause in einem Spielplatz gemacht und ein 8jähriges Mädchen gebeten, dass sie ein Foto von uns auf der Wiege macht, wo wir unser Gewicht Paar gegen Paar verglichen haben. Das Mädchen konnte das beste Englisch, das wir in unserer gesamten Reise in Japan begegnet sind und konnte sogar auf Englisch rückwärts zählen.
Es wurde dunkel und wir haben uns zur Ausgehgegend von Kyoto begeben. Dort war es so voller Leute, dass wir uns einmal verloren haben. Es gab ein bißchen abseits einige Straßen mit Reihenrestaurants, die so identisch ausgesehen haben wie Nachbarschaften mit Reihenhäusern. Die Menüs waren der Hauptunterschied dazwischen, wobei die wiederum auch eine Gemeinsamkeit hatten und zwar, dass sie alle teuer waren.
Am Ende unseres Fußwegs sind wir bei an einem Tempel angekommen, in dessem Gelände ein Basaar stattgefunden hat. Es gab haufenweise kleine japanische Spezialitäten. Ich kann mich an mit Fischstückchen bestreute Tintenfischbällchen oder so ein Schrott erinnern, der nicht mal schlecht geschmeckt hat. Dann haben wir noch was verhältnis konventionelles gegessen, an das ich mich nicht erinnern kann und dann haben wir noch einen Bus mit einem nur geringfügig weniger gelangweilten Busfahrer genommen, der uns zum Bahnhof gebracht hat. Kurz davor sind wir an einem Gefährt vorbeigefahren, das ich jetzt versuche zu beschreiben. Fotos habe ich leider nicht machen können. Es war ein mit Billigplastik erweitertes Ding, zwei mal so lang wie ein normales Auto und eine Mischung aus Auto, Boot und Raumschiff mit einem futuristischen Charakter, wie man das "futuristisch" vor einem halben Jahrhundert sich vorgestellt hat. Das Design könnte aus der ursprünglischen Doctor Who Serie stammen. Es war mit Disco-lichtern besetzt und es hat laute schlechte Techno Musik gespielt. Ja, ich weiß. Techno kann gar nichts anderes als schlecht sein und das Wort "Musik" hinterherzuschieben ist zuviel Lob des Guten.
Ich hätte gern ein Foto oder am besten einen Film davon.
Wir sind nach Naara gefahren und haben geschlafen. Schlaf ist gut.
Bus.
Busse ... echt! Erstmal, warum sind sie so voll? Warum brauchen die Drei-Viertel Stunde, um ein Viertel der Runde der Stadt zu machen? Das hat auf der Karte gar nicht nach so viel Weg ausgesehen. Warum zeigen die Passagiere ihre Tickets beim aussteigen und nicht beim einsteigen? Und die Busfahrer! Ich mein ... die Busfahrer. Die Busfahrer sind das allerbeste in Japan. Vielleicht sind die Busfahrer in Japan das beste auf der Welt. Nicht die besten Busfahrer sondern einfach das Beste überhaupt.
Was passiert, wenn man sich einer Busstation nähert?
Auf einer elektronischen Anzeige steht der Name der nächsten Station. Ein sanfte weibliche aufgenommene Stimme klärt uns über den Namen der nächsten Station auf. Sie sagte den Namen, noch irgendwas japanisches dazwischen und dann den Namen nochmal. Man fühlt sich in Samt eingehüllt. Dann kommt der Busfahrer und sagt den Namen der Station nochmal. Und dann steigen die Passagiere aus, stecken ihre Tickets in den Automaten und der Busfahrer bedankt sich überm Lautsprecher bei jedem einzelnen.
- Arigato gozaimasu
- Arigato gozaimasu
- Arigato gozaimasu
- Arigato gozaimasu
- Arigato gozaimasu
Sagen wir mal bei jeder Station steigen etwa 5 - 10 Leute aus und wir haben bis zum goldenen Tempel 20 Stationen. Bis wir angekommen sind, haben 150 mal "arigato gozaimasu" gehört. Aber das ist noch nicht alles!
Das beste, das absolut beste, ist wie der Typ das ausgesprochen hat. Es war eine Kombination von Langeweile und "die Welt aufgegeben haben", die in so einem krassen Kontrast zur teils aufgeweckten, teils zurückhaltenden Freundlichkeit des Rests von Japan ist, dass ich immer noch dauerhaft grinsen muss. Es kommt noch besser. Die erste Silbe war fast noch normal ausgesprochen, dann hat alles, was nach dem ersten "A" kam einen steten und bestimmten Anstieg an Langeweile und einen Fall in der Lautstärke erfahren. Es war so, als ob im Laufe des "arigato gozaimasu" eingeschlafen ist, er sich beim nächsten A wieder etwas gefasst hat und dann wieder eingeschlafen ist. 150 mal! Merkt man, dass ich das Tagebuch nur geschrieben habe, um bis zu dieser Stelle zu kommen? Der ganze Rest des Texts begleitet nur dieses Kernstück.
Was in Kyoto ebenfalls aufgefallen ist, ist dass Ampeln, wenn sie umschalten Vogelzwitschern oder irgendwelche Töne abspielen. Ich weiß nicht, was die bedeuten. Ich weiß nur, dass in Kyoto bis zu drei gleichzeitig und nicht aufeinander abgestimmt abgespielt werden. Das ergibt eine Kakophonie, die keinen anderen stört aber mich zum lachen bringt und ich will das ganze Zeug plus Busfahrer, wenn ich mir irgendwann mal Zeit nehme zu einem easy-listening Musikstück kombinieren.
| Ich habe nur ein Bild vom Tempel, wo er zu groß im Bild ist (das hier) und eins, wo er zu klein ist. Und eins, wo er unvollständig ist. |
| Eintrittskarten. |
Bei auf der Straße aufgestellten Karten ist es in Japan so, dass die obere Seite nicht Norden ist sondern die Richtung, in die man schaut. Was man als allererstes macht, wenn man noch zusätzlich eine Karte in der Hand hat, ist, sie so auszurichten, dass man eine Übereinstimmung hat. Es war nicht trivial den Bambuswald zu finden aber wir haben es geschafft. Es hat geholfen, dass die Menschenmassen sich auch in die Richtung bewegt haben.
| Reiskorn. |
Während wir liefen, erwähnt Freund Nr 1, dass er gehört hätte, dass zwei Mädchen griechisch gesprochen hätten. Also schreie ich zu ihm "ΑΕΙ ΓΑΜΗΣΟΥ ΡΕ ΜΑΛΑΚΑ" (Komm, fick dich du Wichser), was einfach eine zufällig ausgewählte Phrase mit den am meisten benutzten griechischen Wörtern ist. Die Mädchen drehen sich und fragen, ob wir Griehen wäre und überhaupt nicht, ob wir wahnsinnig sind. Scheint so, als ob die eine dort leben würde und die andere sie aus Schottland(!) besuchen würde.
| Ich habe versucht mich Ninja-mäßig im Wald zu verstecken aber es gibt wohl kaum einen Wald, bei dem es noch schwieriger ist, sich zu verstecken. |
Anschließend haben wir uns an einem Ende des kaiserlichen Parks getroffen. Früher war das eine Art kaiserliche Stadt oder Kommune oder wasweißich, wo alle, die dem Kaiser unmittelbar gedient haben, aufgehoben waren. Mir wäre es lieber, wenn die Gebäude von damals immer noch da wären, so dass ich mich mit meinen Ninja Seil von Dach zu Dach befördern kann, Tenchu-Style. Der Park hat nichts bemerkenswertes gehabt, der Zugang zum zentralen Gebäude war zu, aber es war ein netter Spaziergang. Wir habe einen Pause in einem Spielplatz gemacht und ein 8jähriges Mädchen gebeten, dass sie ein Foto von uns auf der Wiege macht, wo wir unser Gewicht Paar gegen Paar verglichen haben. Das Mädchen konnte das beste Englisch, das wir in unserer gesamten Reise in Japan begegnet sind und konnte sogar auf Englisch rückwärts zählen.
Es wurde dunkel und wir haben uns zur Ausgehgegend von Kyoto begeben. Dort war es so voller Leute, dass wir uns einmal verloren haben. Es gab ein bißchen abseits einige Straßen mit Reihenrestaurants, die so identisch ausgesehen haben wie Nachbarschaften mit Reihenhäusern. Die Menüs waren der Hauptunterschied dazwischen, wobei die wiederum auch eine Gemeinsamkeit hatten und zwar, dass sie alle teuer waren.
| Das Bild gefällt mir sehr gut, obwohl es verwaschen ist. |
Ich hätte gern ein Foto oder am besten einen Film davon.
Wir sind nach Naara gefahren und haben geschlafen. Schlaf ist gut.
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Gunman Clive 2 ist unverschämt billig
Ich habe das letzte mal kaum was darüber geschrieben. Gunman Clive 1 ist ein sehr old-schooliges Jump n Shoot wie aus der Spielhalle, das nur die absoluten Basics hat. Es gibt vielleicht drei Extra-waffen, man läuft vorwärts und schießt Gegner, irgendwann kommen Endgegner und es dauert eine Stunde, bis man das Spiel durch hat. Dann kann man es mit einem zweiten Charakter mit leicht veränderten Eigenschaften nochmal durchspielen. Was ich gemacht habe.
Teil 2 ist das gleiche in etwas dynamischer, mit mehr Charakteren, mehr Abwechslung und mit ein paar Levels, die an Panzer Dragoon erinnern und in 3D und 60 FPS super ankommen. Und obwohl die Spiele aus der gleichen Pressform kommen, sind sie für jeweils ein anderes Publikum. Der erste Teil war für mich trivial und ist quasi ein Freundin-Spiel, das von jedem geschafft werden kann, wenn er / sie etwas Geduld mitbringt. Teil 2 fängt schwierigkeitstechnisch dort an, wo Teil 1 aufgehört hat und hat gegen Ende ein paar Stellen, die einfach brutal sind. Es gibt ein Level wie die aus Mario, wo man auf eine Schlangenplattform bleiben muss, während sie sich selbständig bewegt, nur dass hier die Plattform gleichzeitig ein Fliessband ist. Der allerletzte Endgegner hat Shadow of the Colossus Charakter. Nachdem ich das geschrieben habe, habe ich beim starten eines neuen Spiels neu entdeckt, dass es verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt, also ist die Hälfte, von dem was ich geschrieben habe, wahrscheinlich ungültig.
Ich bin mit beiden Spielen glücklich.
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| Inzwischen gibt es das auch in HD. |
Ich bin mit beiden Spielen glücklich.
Samstag, 10. Oktober 2015
Japan Reise - Sonntag 29. März 2015
Der frühe Vogel fängt den Wurm und der frühe Tourist erwischt die Bahn, weil er erst nach Tokyo will und dann eine weitere Bahn nehmen muss, wenn er irgendwann in Kyoto ankommen will. Der frühe pflichtbewusste Tourist (so jemand wie Weibchen Nr 2) hat dann noch Zeit, die Sitze zu reservieren, die nötig sind, während weniger pflichtbewusste Touristen (ich) allein ein Yoshinoya-Besuch dazwischenschieben, weil sie mehr Hunger haben als die anderen, und andere pflichtbewusste Touristen (Freund und Weibachen Nr 1) noch kurz einen Einkauf erledigen und im letzten Moment kommen, weil sie den Weg im Bahnhof verloren haben. Argh!
Weitere Fun-Facts zum japanischen Bahnfahren: Auf dem Boden vom Bahnsteig sind gestaffelte Schlangen gemalt, so dass nicht nur die erste sondern auch die zweite Schlange weiß,wo sie zu stehen hat. Spacig! Habe ich schon erwähnt, wie bequem die Sitze sind und wieviel Platz man hat? Was mich auf dieser Fahrt aufgefallen ist, sind die Frauen, mit ihrem kleinen Wagen, die durchlaufen und Nüsse und Getränke verkaufen. Sie laufen zur Vorderseite des Zugs (grundsätzlich?) und wenn sie an der Tür angekommen sind, dann drehen sie sich um zu den Passagieren, machen eine kleine Verneigung mit einem Lächeln, auch wenn niemand zusieht und verlassen erst dann den Wagon. Das hat mich gleichzeitig mit soviel Freude und auch ein bißchen Trauer erfüllt. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, ihnen zuzuschauen, während sie ihre Verneigung machen, damit sie sich zumindest ein bißchen beachtet fühlen.
Mario & Luigi immer noch nicht durch.
Unser Hotel war in Naara aber es hätte sich nicht gelohnt, von Kyoto aus dorthin zu fahren und dann wieder zurück, deswegen ist erst der Kampf um Schließfächer ausgebrochen. Es gab einen halben Kilometer mit Schließfächern aber die waren trotzdem alle besetzt. Eine zusätzliche Schwierigkeit war, dass unsere Koffer so groß waren, dass unsere Auswahl noch zusätzlich beschränkt war. Also musste Team P eine Kombination aus Münzen beschaffen, offene Schließfächer "besetzen", Search & Destroy Missionen ausführend, bis wir endlich alles untergebracht haben.
Der erste Eindruck war nicht so gut. Es lag vielleicht auch daran, dass das Wetter bewölkt war und es vielleicht noch leicht getröpfelt hat. Erster Besuch galt einem Riesentempel, der leer war. Die Baustelle daneben, das Wetter, die Nähe zum Stadtgeschehen haben zu einer unatmosphärischen, enttäuschenden Erfahrung beigetragen. Was mir an diesem Tempel aufgefallen ist und mir etwas Sorgen gemacht hat, war, dass er bedrohlich gewirkt hat wie es katholische und orthodoxe Kirchen gerne tun. Glücklicherweise waren die Besuche der anderen Tempel allesamt bessere Erfahrungen.
Die Taxis in Kyoto sind konzentriertes Japan und vereinen viele der Eigenschaften, die man dort erwartet: Vornehmlichkeit, Konformität, Technologie. Es ist wahrscheinlich von der Taxigesellschaft vorgeschrieben, dass die Fahrer wie Chauffeure gekleidet sind, weil man die entsprechende Erfahrung hat. Wobei ich mir nicht sicher bin, ist, ob bei der Auswahl der Autos irgendwelche Regeln gelten oder ob sie alte, eckige Limousinen benutzen, einfach weil es sich gehört. Die Limousinen sind übrigens klein, weil wir in Japan sind. Wir walken also Richtung Manga Museum und dann hält ein Taxi an und Passagiere kommen raus und vergessen, die Tür des Taxis zu schließen. Für zwei Sekunden habe ich mit mir gekämpft, ob ich hinlaufe und die Tür zumache und dann geht die Tür von alleine zu. Das hat mich auf so vielen Ebenen vom Hocker gehauen. Es hat mich umgestossen, dann habe ich mich wieder auf dem Hocker gesetzt und dann hat es mich wieder umgehauen. Andere Pascos in Paralleldimensionen, die auf Parallelhocker saßen, sind ebenfalls umgehauen worden, selbst wenn dort kein Paralleltaxi existiert hat. WTF, Alde? Wer denkt sich sowas aus? Wer hält es für notwendig? Wieso haben altertümlich aussehende Autos so eine Funktion? Wieso machen die Passagiere auch noch mit und lassen die Tür offen, statt den nichtigen Aufwand zu betreiben und die Tür hinter sich zu schließen?
Im Mangamuseum sind wir angekommen etwa eine Stunde, bevor es zugemacht hat, und haben gleich das Handdesinfikationsmittel benutzt. Yeah! Die erste halbe Stunde fand ich etwas enttäuschend. Es gab zwar einen Künstler, der die Besucher in Manga-Figuren verwandelt hat, aber die war nicht sooo gut. Es gab einen Videovorführraum, der leer war und nichts vernünftiges gezeigt hat. Es gab Leseräume, die langweilig eingerichtet waren und der Laden mehr den Eindruck einer kontextlosen Bibliothek gemacht als etwas, das einem Geschichte beibringt. Fast zu spät habe ich einen Raum entdeckt, wo es eine durchnummerierte Erzählung der Geschichte und Methoden von Manga anhand von Beispielen gab und eine nach Jahren geordnete Sammlung der wichtigsten Mangas. Es gab auch einen Raum mit Mangas in verschiednen Sprachen. Ich hatte gerade noch genug Zeit, um die Geschichte durchzugehen aber zu dem Zeitpunkt wollte ich noch mehr sehen. Dieses "hätte ich das von vorne rein gewusst"-Gefühl hat mich bei einem großen Teil der Reise begleitet.
Wir haben gegessen und uns auf dem Weg zum Hotel in Naara gemacht. Koffer abgeholt, Zug verpasst, lang gewartet, sind wir Viertel vor 10 angekommen, so dass einer von uns zum Hotel joggen musste, weil sonst die Check-in Zeit vorbei wäre. Freund Nr 1 rennt los, wir walken hinterher, verlieren den Weg, kommen in der Nähe an und finden es nicht. Während wir gewartet haben, dass uns Freund Nr 1 findet, kam ein älterer japanischer Herr vorbei, der seinen Abendspaziergang gemacht hat und war in seiner lächelnden Freundlichkeit so überwältigend, dass er nicht akzeptieren wollte, dass er nicht helfen kann. Er wollte uns unbedingt helfen, das Hotel zu finden. Lustig.
Dann hat sich an Reh gezeigt und Weibchen Nr 1 war fasziniert, hat sich aber nicht getraut, sich zu nähern.
Die Hotelmitarbeiter waren auch ebenfalls überwältigend freundlich. Die Zimmer waren welche der traditionellen Sorte, bei denen man auf dem Boden sitzt und schläft. Hat Charme gehabt aber schön war es vor allem wegen der Aussicht nicht. Zwei Tage danach habe ich noch erfahren, warum es trotzdem sinnvoll ist, dass das Hotel dort existiert, wo es ist.
Weil Weibchen Nr. 1 aufmerksam ist und viel besser zu Menschen als ich, hat sie es zu unserer Mission gemacht, in den drei Viertel Stunde, die uns noch zur Verfügung stand, bevor das Hotel komplett zumacht, was zum essen und trinken zu kaufen, um in den Geburtstag von Weibchen Nr 2 zu reinzufeiern. Also laufen wir durch Naara, eine Stadt, die schon seit 20 min im Dunkeln kennen und holen uns aus so einem Supermarkt ein paar Süßigkeiten, die so sehr nach Kuchen aussehen, wie es nur geht, und Mikado-Stäbchen, weil wir keine Kerzen gefunden haben und was zum trinken. Im letzten Moment (schon wieder) kommen wir an, ziehen unsere Bademäntel an und feiern Geburtstag. Ich habe die Anweisungen über Teezeremonien gelesen und die mit meinem Wissen aus Karate Kid 2 verbunden, um sie auszuführen. Alle waren beeindruckt.
War schön.
| Train McDuck! |
Mario & Luigi immer noch nicht durch.
Unser Hotel war in Naara aber es hätte sich nicht gelohnt, von Kyoto aus dorthin zu fahren und dann wieder zurück, deswegen ist erst der Kampf um Schließfächer ausgebrochen. Es gab einen halben Kilometer mit Schließfächern aber die waren trotzdem alle besetzt. Eine zusätzliche Schwierigkeit war, dass unsere Koffer so groß waren, dass unsere Auswahl noch zusätzlich beschränkt war. Also musste Team P eine Kombination aus Münzen beschaffen, offene Schließfächer "besetzen", Search & Destroy Missionen ausführend, bis wir endlich alles untergebracht haben.
Der erste Eindruck war nicht so gut. Es lag vielleicht auch daran, dass das Wetter bewölkt war und es vielleicht noch leicht getröpfelt hat. Erster Besuch galt einem Riesentempel, der leer war. Die Baustelle daneben, das Wetter, die Nähe zum Stadtgeschehen haben zu einer unatmosphärischen, enttäuschenden Erfahrung beigetragen. Was mir an diesem Tempel aufgefallen ist und mir etwas Sorgen gemacht hat, war, dass er bedrohlich gewirkt hat wie es katholische und orthodoxe Kirchen gerne tun. Glücklicherweise waren die Besuche der anderen Tempel allesamt bessere Erfahrungen.
| Neko Majin |
Im Mangamuseum sind wir angekommen etwa eine Stunde, bevor es zugemacht hat, und haben gleich das Handdesinfikationsmittel benutzt. Yeah! Die erste halbe Stunde fand ich etwas enttäuschend. Es gab zwar einen Künstler, der die Besucher in Manga-Figuren verwandelt hat, aber die war nicht sooo gut. Es gab einen Videovorführraum, der leer war und nichts vernünftiges gezeigt hat. Es gab Leseräume, die langweilig eingerichtet waren und der Laden mehr den Eindruck einer kontextlosen Bibliothek gemacht als etwas, das einem Geschichte beibringt. Fast zu spät habe ich einen Raum entdeckt, wo es eine durchnummerierte Erzählung der Geschichte und Methoden von Manga anhand von Beispielen gab und eine nach Jahren geordnete Sammlung der wichtigsten Mangas. Es gab auch einen Raum mit Mangas in verschiednen Sprachen. Ich hatte gerade noch genug Zeit, um die Geschichte durchzugehen aber zu dem Zeitpunkt wollte ich noch mehr sehen. Dieses "hätte ich das von vorne rein gewusst"-Gefühl hat mich bei einem großen Teil der Reise begleitet.
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| Das Foto vom Mangamuseum habe ich am nächsten Tag gemacht, als wir zufällig vorbeiliefen und es besseres Wetter gab. Das Gras ist nicht echt. |
Dann hat sich an Reh gezeigt und Weibchen Nr 1 war fasziniert, hat sich aber nicht getraut, sich zu nähern.
Die Hotelmitarbeiter waren auch ebenfalls überwältigend freundlich. Die Zimmer waren welche der traditionellen Sorte, bei denen man auf dem Boden sitzt und schläft. Hat Charme gehabt aber schön war es vor allem wegen der Aussicht nicht. Zwei Tage danach habe ich noch erfahren, warum es trotzdem sinnvoll ist, dass das Hotel dort existiert, wo es ist.
Weil Weibchen Nr. 1 aufmerksam ist und viel besser zu Menschen als ich, hat sie es zu unserer Mission gemacht, in den drei Viertel Stunde, die uns noch zur Verfügung stand, bevor das Hotel komplett zumacht, was zum essen und trinken zu kaufen, um in den Geburtstag von Weibchen Nr 2 zu reinzufeiern. Also laufen wir durch Naara, eine Stadt, die schon seit 20 min im Dunkeln kennen und holen uns aus so einem Supermarkt ein paar Süßigkeiten, die so sehr nach Kuchen aussehen, wie es nur geht, und Mikado-Stäbchen, weil wir keine Kerzen gefunden haben und was zum trinken. Im letzten Moment (schon wieder) kommen wir an, ziehen unsere Bademäntel an und feiern Geburtstag. Ich habe die Anweisungen über Teezeremonien gelesen und die mit meinem Wissen aus Karate Kid 2 verbunden, um sie auszuführen. Alle waren beeindruckt.
War schön.
Mittwoch, 7. Oktober 2015
Mario & Luigi Dream Team läuft mit 30 FPS trotz 2D-Figuren
Ich habe bisher alle Paper Marios bis auf den ersten durchgespielt und alle Mario & Luigi Spiele auch. Die größte Erkenntnis, die ich gewonnen habe, ist, dass beide Serien mit der Zeit schlechter (und häßlicher) werden.
Problem Nr. 1 mit diesem hier: man kann selbst quasi nichts erforschen und hat gleich zwei Helfer, die einen zutexten, damit man ja nichts verpasst oder selbständig denken muss. Problem Nr. 2: Die Kämpfe sind trivial zu gewinnen. Man braucht nur einen der Kombischläge. Problem Nr. 3: Diese Kombischläge sind triviale Minispiele und brauchen eine halbe Minute um abgespielt zu werden. Und spätestens beim 200. Mal sind sie langweilig. Nach dem ersten Viertel des Spiels habe ich mir gewünscht, dass es bald aufhört. Es kam aber immer mehr dazu und es wurde immer mehr gestreckt. Letztendlich war es mindestens doppelt so lang wie mein Gefühl mir am Anfang sagte, und hat mich dazu gebracht, dass ich auf Rollenspiele mit rundenbasierten Kämpfen für den Rest meines Lebens verzichten werde.
Ich habe gedacht, dass so eine Art Spiel mich schön chillig auf einem Handheld beschäftigen wird, wenn ich in einer Situation bin, wo ich unterwegs bin und genaue Aufgaben und Stabilität voraussetzen, die in einer S-Bahn nicht gegeben sind, aber es hat sich am Ende eher wie ein schwarzes Loch angefühlt, das meine Zeit aufsaugt.
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| Das Aliasing des Hintergrunds passt nicht zu den verwaschenen 2D-Figuren. |
Ich habe gedacht, dass so eine Art Spiel mich schön chillig auf einem Handheld beschäftigen wird, wenn ich in einer Situation bin, wo ich unterwegs bin und genaue Aufgaben und Stabilität voraussetzen, die in einer S-Bahn nicht gegeben sind, aber es hat sich am Ende eher wie ein schwarzes Loch angefühlt, das meine Zeit aufsaugt.
Montag, 5. Oktober 2015
Race the Sun ist gut gemacht
...aber es ist ein Endless-Runner und vom Prinzip her uninteressant. Für mich. Wenn es für mich uninteressant ist, dann für euch auch, sonst werden wir streiten.
Hat übrigens stellenweise Framerate Drop auf der Vita, was schon mal nicht sein sollte, und auf einem PC mit einer GTX 780. Faszinierend!
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| Ich habe Mais gegessen und jetzt steckt es zwischen den Zähnen. |
Samstag, 3. Oktober 2015
Japan Reise - Samstag 28. März 2015
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, aber wenn der Tag mit Yoshinoya anfängt, dann gelten solche Gesetze nicht mehr. Ich habe immer noch das erste Gyudon aus dem Menü mit den Zwiebeln genommen und es schmeckte gut, aber ich war dumm und bald sollte ich das Licht sehen. Für Weibchen Nr. 1 war es ihr erstes mal. Es hat keine 15 min gedauert, bis sie in die Sekte mitaufgenommen wurde.
Bahnhof! Zug! Irgendein Kaff am Ende der Welt mit einem Haus mit Mineralquellenbad! Ähm ... Sakunami Hot Springs, glaube ich! Obwohl der Preis für den Besuch überraschend niedrig war, wurden wir mit einem Mini-bus vom Bahnhof abgeholt. Es war das erste mal, dass wir in einem Auto auf der Straße gefahren sind und bis zum Ende des Japan-Aufenthalts bin ich nicht damit zurechtgekommen, dass die Autos links fahren.
Beim Mineralbad wusste ich nicht, was ich zu erwarten habe, aber wie fast alles in Japan, war es besser als ich es mir anfangs vorgestellt habe. Es gibt getrennt für Männer und Frauen jeweils einen Raum, der (halb?) geschlossen ist. Das beste ist aber das gemischte Bad, weil es auf der einen Seite offen ist, in einer Vertiefung neben einem Wasserfall, es kleine aus dem Stein gehauene Pools gibt und die Atmosphäre einfach geil ist. Weil wir hardcore sind, haben wir über unsere gegenseitige Nacktheit hinweggesehen und sind zum gemischten Bad. Weil ich gerade eben gelogen habe, wir überhaupt nicht hardcore sondern Pussys sind, haben wir es kaum mehr als ein paar Minuten im heißen Wasser ausgehalten und sind immer wieder für kurze Zeit eingetaucht. Ich mein, es ist ja OK, dass die Weibchen Pussys sind, aber ich schäme mich für mich und vor allem für Freund Nr 1, weil der normalerweise mehr aushält.
Als wir im "gemischten" Bad angekommen sind, ist eine ältere Frau gegangen und hat nur Männer zurückgelassen. Später hat einer von denen ein Gespräch mit mir angefangen und gefragt, woher wir kommen usw. Die wichtige Frage war, ob wir in Europa auch solche Mineralbäder haben. Ich habe geantwortet, wo die Unterschiede sind. Freund Nr 1 hat mich später darauf aufmerksam gemacht, dass es ihre höfliche Art ist, zu prahlen, und er hat nach einem Kompliment gefischt. Danach habe ich ein schlechtes Gewissen gehabt, einerseits weil ich nicht freundlich war, andererseits weil ihr Bad tatsächlich ein Kompliment verdient hat.
Nach dem Bad haben wir noch einen Spaziergang gemacht in einer Gegend, die nicht schön war. Das interessanteste war, dass wir reichlich harten Schnee gefunden haben, obwohl Temperaturen über 10 Grad herrschten und das letzte mal unter dem Gefrierpunkt geschätzt Tage oder Wochen zurücklag. Es hat sich so angefühlt, als ob es da kein Schnee geben dürfte. Japan ist komisch.
Als wir im Bus eingestiegen sind, gab es eine ganze Delegation, die aus dem Gebäude herausgekommen ist, um sich zu verabschieden, und das machen sie fast jede Stunde, weil fast jede Stunde ein Bus fährt. Sie sind wahnsinnig! Während wir auf unsere Bahn gewartet haben, gab es eine kleine Gesellschaft, die die Figur westlicher Weibchen kommentiert hat. Woher ich das weiß, obwohl ich nicht Japanisch verstehe? Ein Mädchen hat mit ihren Händen auf Größen in Brust- und Hüftbereich hingewiesen mit einer Geste, in der ihre Hände in entsprechender Höhe zusammen sind und auseinandergezogen werden. Warum ist die Erinnerung an solchen Dingen so lebendig?
In Sendai angekommen haben wir das erste mal einen Automaten benutzt, um für Soba zu bezahlen. Man kriegt dann ein Essensticket, geht in den Laden ein, gibt das Ticket ab und kriegt innerhalb von 2 Minuten seine Suppe, die man dann mit Schlürfgeräuschen maximaler Lautstärke einnimmt. Ein bißchen enttäuscht war ich schon, dass nur der halbe Prozess automatisiert ist, und die Soba nicht von einerm futuristischen Roboter zubereitet und von Drohnen serviert wurde. Dafür hat es, glaube ich, unter 3€ gekostet. Japanisches Fastfood gefällt mir besser. Es ist näher an echtem Essen dran.
Im Bahnhof, der dank Untergeschoss viel mehr Läden hat, als man auf dem ersten Blick annimmt, gab es auch ein Restaurant, das eine Schlange aus geschätzt 30 Leuten hatte. Sie saßen teilweise auf Stühlen, die extra dafür hingestellt worden sind. Freund Nr 1, der schonmal in Japan gelebt hat, hat zuvor davon erzählt, dass sowas passiert und unerklärlich ist, weil es so oft so gutes Essen in Japan gibt, dass es keinen Sinn hat wegen irgendeiner Mode sich bei einem bestimmten Restaurant anzustellen. Ich verstehe es nicht.
Schließlich haben wir uns was zum Saufen geholt, sind ins Hotel, haben die Aussicht aus dem 23. Stockwerk genossen, weil es nachts viel interessanter als morgens gewirkt hat, und wir haben uns alle zusammengetan, um gemeinsam zu entdecken, dass japanische Alkoholgetränke schlecht schmecken.
Bahnhof! Zug! Irgendein Kaff am Ende der Welt mit einem Haus mit Mineralquellenbad! Ähm ... Sakunami Hot Springs, glaube ich! Obwohl der Preis für den Besuch überraschend niedrig war, wurden wir mit einem Mini-bus vom Bahnhof abgeholt. Es war das erste mal, dass wir in einem Auto auf der Straße gefahren sind und bis zum Ende des Japan-Aufenthalts bin ich nicht damit zurechtgekommen, dass die Autos links fahren.
| Von oben. |
Als wir im "gemischten" Bad angekommen sind, ist eine ältere Frau gegangen und hat nur Männer zurückgelassen. Später hat einer von denen ein Gespräch mit mir angefangen und gefragt, woher wir kommen usw. Die wichtige Frage war, ob wir in Europa auch solche Mineralbäder haben. Ich habe geantwortet, wo die Unterschiede sind. Freund Nr 1 hat mich später darauf aufmerksam gemacht, dass es ihre höfliche Art ist, zu prahlen, und er hat nach einem Kompliment gefischt. Danach habe ich ein schlechtes Gewissen gehabt, einerseits weil ich nicht freundlich war, andererseits weil ihr Bad tatsächlich ein Kompliment verdient hat.
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| Wir durften aus irgendeinem Grund keine Fotos im Bad machen. |
| Ein bißchen Bamboo. Später noch mehr! |
In Sendai angekommen haben wir das erste mal einen Automaten benutzt, um für Soba zu bezahlen. Man kriegt dann ein Essensticket, geht in den Laden ein, gibt das Ticket ab und kriegt innerhalb von 2 Minuten seine Suppe, die man dann mit Schlürfgeräuschen maximaler Lautstärke einnimmt. Ein bißchen enttäuscht war ich schon, dass nur der halbe Prozess automatisiert ist, und die Soba nicht von einerm futuristischen Roboter zubereitet und von Drohnen serviert wurde. Dafür hat es, glaube ich, unter 3€ gekostet. Japanisches Fastfood gefällt mir besser. Es ist näher an echtem Essen dran.
| Automat. |
Schließlich haben wir uns was zum Saufen geholt, sind ins Hotel, haben die Aussicht aus dem 23. Stockwerk genossen, weil es nachts viel interessanter als morgens gewirkt hat, und wir haben uns alle zusammengetan, um gemeinsam zu entdecken, dass japanische Alkoholgetränke schlecht schmecken.
Dienstag, 29. September 2015
Jak 3 auf der PS3
Das erste Jak & Daxter ist zusammen mit Shenmue das beeindruckendste Spiel ever. Ich werde jetzt nicht schauen, ob das genau stimmt, weil ich zu faul bin, aber ich glaube, es erschienen, als die Playstation 2 nur ein Jahr auf dem Markt war. Im frühen Stadium der architektonisch kompliziertesten Konsole, in einer eigens für das Spiel entwickelten Programmiersprache geschrieben, mit einer Mischung aus Streaming, Level of Detail und Motion Blending Technologie ausgestattet, die anderen Spielen in dieser Konstellation um mindestens 5 Jahre voraus war ... ich wünsche mir, ich könnte auch sowas in meinem Leben leisten.
Weil die Serie erschienen ist, bevor ich mit dem Blog überhaupt angefangen habe, steht hier nicht viel über die Spiele. Ein wenig hier, ein wenig da, der Text über den Kern der Spiele steht vielleicht hier. Mit etwas Verspätung habe ich jetzt auch den dritten Teil auf der PS3 gespielt. Es war, glaube ich, das dritte mal insgesamt und zum dritten Mal ist der dritte Teil besser als der zweite aber schlechter als der erste. Meiner Erinnerung nach, wird die Framerate in den Konvertierungen mit den neuen Spielen schlechter. Wenn man den 3D Modus einschaltet, noch mehr.
War gut. Ich frage mich, ob es das letzte mal war.
Jetzt wird es melancholisch.
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| Das ist ein häßlicher Screenshot aber ich bin zu faul, einen besseren zu suchen. |
War gut. Ich frage mich, ob es das letzte mal war.
Jetzt wird es melancholisch.
Samstag, 26. September 2015
Japan Reise - Freitag 27. März 2015
Wo bin ich ich? In einem Kapselhotel. In was für eine Welt gibt es Kapselhotels? In der japanischen. Was mache ich hier? Erstmal Zahnbürste suchen. Die muss in irgendeiner wild auf dem Boden liegenden Taschen sein. Oder im Koffer. Niemand klaut hier was.
Die erste (und letzte) Lektion des Tages war, dass ich grundsätzlich dafür sorgen sollte, dass alle Sachen, die ich morgens brauche, zum Beispiel Zahnbürste UND Zahnpasta, leicht erreichbar in meine Tasche reinstellen sollte. Erstmal im Raum mit den den 8 Waschbecken. Ich habe da versucht, mich möglichst leise auf den Tag vorzubereiten, weil es noch ein paar Leute gab, die noch geschlafen haben, aber der Raum ist wahrscheinlich mit dem Wissen über Akustik gebaut worden, der schon in altgriechischen Theatern zum Einsatz kam, und funktionierte wie ein Lautsprecher für die Schlafräume. Dann ins gemeinsame Bad, wo man auf Plastikhocker setzt und sich in der sitzenden Position wäscht. Als nächstes kommt die Sauna mit einer Riesenuhr, damit man ja nicht zu spät kommt, und einen auf volle Lautstärke aufgedrehten Fernseher. In Deutschland ist es verpönt, in der Sauna zu reden. Die Japaner lachen darüber! Schließlich sind wir in einen kleinen Pool eingestiegen, von dem ich angenommen habe, dass das Wasser warm ist. Es war aber kalt. Ich habe deswegen mein Geld von Hotel zurückverlangt, sie haben aber nicht nachgegeben.
Die Züge von Japan sind sehr bequem. Man hat soviel Platz, dass man sich auch in normalen Sitzen wie in der ersten Klasse vorkommt. Man hat Steckdosen, um die Laptops und Handys aufzuladen, die das Bild dominieren, man hat eine Ablage, um sein Bento essen zu können, und es kommen regelmäßig Damen mit ihrem Wagen vorbei, die einem Getränke und Nüsse verkaufen. Auf dem Weg nach Sendai haben wir die flache Fukushima-Witze aufgezählt, die man uns auf dem Weg aus Deutschland mitgegeben hat aber nach 20 Sekunden aufgehört, weil die ob der Schlechtigkeit deprimierend waren. Mario & Luigi immer noch nicht durch.
Japanische Toiletten sind luxuriös ausgestattet und haben viele Tasten. Im Hotel angekommen, war es zu früh, um die Zimmer zu betreten und Weibchen Nummer 1 ist in die Toilette in der Nähe der Lobby gegangen, die eine eine Frauen/Behindertentoilettencombo war. Wir warten draussen und plötzlich sehen wir eine Rezeptionistin aufgeregt joggen (so gut es in ihrer Uniform ging) und dann wendet sie sich der Tür der Toilette. Wir fragen, ob jemand eine Notruftaste betätigt hat und erklären, dass es ein Versehen war. Dann lachen wir, weil das superlustig war. Ihr Leser seid jetzt auch veranlasst, zu lachen. Lacht!
Nachdem wir unsere Koffer im Hotel lassen, moonwalken wir zum Bahnhof, steigen in einen Regionalzug ein und machen uns auf dem Weg nach Fukuura Island, weil Weibchen Nr 2 ansprechende Fotos davon gesehen hat. Ein ruhiges, niedliches Städtchen mit vielen Fisch-Restaurants. Der erste Höhepunkt war in einem Souvenirladen die zurücksprechende Katze. Ein weiteres Zeichen japanischer Innovation, habe ich erst nach Sekunden bemerkt, dass die Katze aufnimmt, was man zu ihr sagt, und es mit einem Pitch zurückspielt. Das hört sich geschrieben wenig aufregend an aber es ist eins dieser Dinge, die mit ihrer simplen Absurdität das Gehirn außer Kraft setzen (ähnlich wie die Bestimmung der Aussagekraft von "Dieser Satz ist nicht wahr.") Das verleitet das Gehirn in einer Endlosschleife endloser Faszination, aus der man nicht mehr herauskommt und immer wieder neue Sachen zu der Katze sagen muss in der Erwartung, dass was neues passiert, weil der Verstand mit dem, was tatsächlich passiert, irgendwie nicht zurechtkommt.
Die Autos dort sind einzigartig. Davon abgesehen, dass aus irgendeinem Grund die Modelle, die es im Westen gibt, dort einfach nicht existieren (meinen Honda habe ich da nie gesehen), fuhren sie in dem Dorf vornehmlich mit irgendwelche Mini-Würfeln, die trotz ihrer geringer Größe sich um einen möglichst großen Stauraum bemühen. Hm.
Darauf sind wir über eine knapp 200m langen roten Brücke auf die Insel gekommen und sind darauf spazieren gegangen und ich werde kaum mehr was darüber schreiben, weil es schön und angenehm war aber nichts passiert ist, das interessant zu lesen wäre. Ich habe in einem Garten dort Papier Tororos gesehen.
Dann sind wir zu lang rumgelaufen, was gegessen (es hat gut geschmeckt) und noch mehr rumgelaufen. Alles war zu. Wir sind an einem Tempel vorbeigelaufen und ich muss traurig ausgesehen haben, dass wir nicht reinkonnten, weil Freund Nr. 1 darauf sagte, dass wir noch viele bessere Tempel sehen werden. Er hatte Recht.
Zurück in Sendai hat Weibchen Nr. 1 das endlose Meer an Essensangebot und vor allem Süßigkeiten dort entdeckt. Wenn es mir bis zu diesem Punkt nicht bewußt war, dass der einzige Grund, dass sie mitgekommen ist, der war, möglichst viel an Essen (und Süßigkeiten) auszuprobieren, dann war das der Wendepunkt. Eine Stunde haben wir dort verbracht, bevor sie zufrieden war. Wir haben auch das Starbucks im Bahnhof besucht und weil ich weise bin, habe ich so ein Sojamilch-Frappuccino-Spezial-Eis-Dingens-keine-Ahnung genommen, das zusammen mit Yoshinoya in Zukunft die zweite der zwei Sucht-säulen gebildet hat. Weibchen Nr. 1, das nicht so weise ist, hat erstmal was anderes bestellt und dann die Hälfte von meinem getrunken, weil es besser war.
Ein chilliger, angenehmer Tag.
Die erste (und letzte) Lektion des Tages war, dass ich grundsätzlich dafür sorgen sollte, dass alle Sachen, die ich morgens brauche, zum Beispiel Zahnbürste UND Zahnpasta, leicht erreichbar in meine Tasche reinstellen sollte. Erstmal im Raum mit den den 8 Waschbecken. Ich habe da versucht, mich möglichst leise auf den Tag vorzubereiten, weil es noch ein paar Leute gab, die noch geschlafen haben, aber der Raum ist wahrscheinlich mit dem Wissen über Akustik gebaut worden, der schon in altgriechischen Theatern zum Einsatz kam, und funktionierte wie ein Lautsprecher für die Schlafräume. Dann ins gemeinsame Bad, wo man auf Plastikhocker setzt und sich in der sitzenden Position wäscht. Als nächstes kommt die Sauna mit einer Riesenuhr, damit man ja nicht zu spät kommt, und einen auf volle Lautstärke aufgedrehten Fernseher. In Deutschland ist es verpönt, in der Sauna zu reden. Die Japaner lachen darüber! Schließlich sind wir in einen kleinen Pool eingestiegen, von dem ich angenommen habe, dass das Wasser warm ist. Es war aber kalt. Ich habe deswegen mein Geld von Hotel zurückverlangt, sie haben aber nicht nachgegeben.
| In der Nähe der sprechenden Katze. |
Die Züge von Japan sind sehr bequem. Man hat soviel Platz, dass man sich auch in normalen Sitzen wie in der ersten Klasse vorkommt. Man hat Steckdosen, um die Laptops und Handys aufzuladen, die das Bild dominieren, man hat eine Ablage, um sein Bento essen zu können, und es kommen regelmäßig Damen mit ihrem Wagen vorbei, die einem Getränke und Nüsse verkaufen. Auf dem Weg nach Sendai haben wir die flache Fukushima-Witze aufgezählt, die man uns auf dem Weg aus Deutschland mitgegeben hat aber nach 20 Sekunden aufgehört, weil die ob der Schlechtigkeit deprimierend waren. Mario & Luigi immer noch nicht durch.
Japanische Toiletten sind luxuriös ausgestattet und haben viele Tasten. Im Hotel angekommen, war es zu früh, um die Zimmer zu betreten und Weibchen Nummer 1 ist in die Toilette in der Nähe der Lobby gegangen, die eine eine Frauen/Behindertentoilettencombo war. Wir warten draussen und plötzlich sehen wir eine Rezeptionistin aufgeregt joggen (so gut es in ihrer Uniform ging) und dann wendet sie sich der Tür der Toilette. Wir fragen, ob jemand eine Notruftaste betätigt hat und erklären, dass es ein Versehen war. Dann lachen wir, weil das superlustig war. Ihr Leser seid jetzt auch veranlasst, zu lachen. Lacht!
| Etwas weiter weg von der sprechenden Katze. |
Nachdem wir unsere Koffer im Hotel lassen, moonwalken wir zum Bahnhof, steigen in einen Regionalzug ein und machen uns auf dem Weg nach Fukuura Island, weil Weibchen Nr 2 ansprechende Fotos davon gesehen hat. Ein ruhiges, niedliches Städtchen mit vielen Fisch-Restaurants. Der erste Höhepunkt war in einem Souvenirladen die zurücksprechende Katze. Ein weiteres Zeichen japanischer Innovation, habe ich erst nach Sekunden bemerkt, dass die Katze aufnimmt, was man zu ihr sagt, und es mit einem Pitch zurückspielt. Das hört sich geschrieben wenig aufregend an aber es ist eins dieser Dinge, die mit ihrer simplen Absurdität das Gehirn außer Kraft setzen (ähnlich wie die Bestimmung der Aussagekraft von "Dieser Satz ist nicht wahr.") Das verleitet das Gehirn in einer Endlosschleife endloser Faszination, aus der man nicht mehr herauskommt und immer wieder neue Sachen zu der Katze sagen muss in der Erwartung, dass was neues passiert, weil der Verstand mit dem, was tatsächlich passiert, irgendwie nicht zurechtkommt.
Die Autos dort sind einzigartig. Davon abgesehen, dass aus irgendeinem Grund die Modelle, die es im Westen gibt, dort einfach nicht existieren (meinen Honda habe ich da nie gesehen), fuhren sie in dem Dorf vornehmlich mit irgendwelche Mini-Würfeln, die trotz ihrer geringer Größe sich um einen möglichst großen Stauraum bemühen. Hm.
| Der Wächter der roten Brücke. |
Dann sind wir zu lang rumgelaufen, was gegessen (es hat gut geschmeckt) und noch mehr rumgelaufen. Alles war zu. Wir sind an einem Tempel vorbeigelaufen und ich muss traurig ausgesehen haben, dass wir nicht reinkonnten, weil Freund Nr. 1 darauf sagte, dass wir noch viele bessere Tempel sehen werden. Er hatte Recht.
| Noch mehr Katzen! Das Logo eines Transportunternehmens. Viel cooler als das Apple-Logo. |
Ein chilliger, angenehmer Tag.
Dienstag, 22. September 2015
Rogue Legacy werde ich wahrscheinlich auch nie zuende spielen
Es war einmal ein Typ und der hatte Steam und der hat auf Steam Rogue Legacy gekauft, weil es billig war und weil er nichts aus dem Fez Vorfall gelernt hat. Dann ist Rogue Legacy in den Playstation Plus Spielen aufgenommen worden und der Typ hat die PC-Version nie angefasst, weil er die Pixelgrafik eher auf der Vita als auf einem großen Bildschirm ertragen konnte. Das Problem ist, dass es den Entwicklern egal war, wie groß der Bildschirm ist, an dem man sitzt, deswegen ist die Schrift auf der Vita verhältnismäßig so groß wie auf einem Fernseher und schwierig zu lesen. Das resultiert darin, dass ich im Charakterauswahlbildschirm kaum lesen kann, was da steht, und irgendeinen Charakter willkürlich wähle. Aber warum gibt es in Rogue Legacy einen Charakterauswahlbildschirm und worum geht es da überhaupt?
Sage ich nicht!
OK, vielleicht doch. Man kommt in ein Schoß mit zufällig generierten Räumen rein und muss Endgegner besiegen, um den Schlüssel für die große Tür am Anfang zu sammeln. Am Anfang stirbt man sehr schnell, hat dafür etwas Geld von Gegnern und zerstörtem Mobiliar gesammelt. Damit kauft man sich Upgrades für Gesundheit, Stärke, Verteidigung, Magie und haufenweise andere Modifikationen. Das ganzen Upgrades sind, warum auch immer, in einem Schloß, einem Schmied, einer Hexe verteilt, unübersischtlich und unnötig umständlich zu erreichen. Nachdem man eingekauft hat, betritt man das Schloß mit einem Nachfahren des letzten Charakters, erbt alle seine Fähigkeiten, kriegt ein paar einmalige Modifikationen dazu und beginnt einen neuen Anlauf, nur dass das Geld wieder von 0 anfängt.
Bisher war es ein Kampf, vor dem Sterben genug Geld einzusammeln, um das billigstmögliche Upgrade zu kaufen. Inzwischen habe ich soviele Stunden reingesteckt, dass es ausgereicht hätte, Broken Age durchzuspielen und eine schöne Geschichte zu erleben, und bin an folgendem Punkt: Meine Stärke reicht aus, um das erste von 4 Arealen recht gemütlich zu säubern, ich bin aber zu schwach für die anderen drei, die mehr Geld einbringen. Das Geld, das ich im ersten Areal sammle, reicht gerade noch, um einzelne Upgrades zu kaufen, wenn ich nicht über einen zufällig generierten unfairen Raum stolpere, womit ich dann frühzeitig sterbe und mein Geld verloren geht. Ich muss das Areal, das nur ein Musikstück hat, ständig wiederholen, bis das Spiel sich entscheidet, dass ich genug habe und ich inzwischen die richtigen Stats habe. Wenn ich mir anschaue, was noch an den Standardupgrades zur Verfügung stehen, muss ich im Optimalfall noch 150 Anläufe in einem Spiel machen, das seit Stunden nichts neues zu bieten hat, nur weil die Entwickler gierig sind und ihr Nutella so dünn auf das Brot, das sie dem Spieler anbieten, gestrichen haben, dass unbedingt 15 Stunden Spiel aus 5 Gegnern herausgeholt werden sollen.
Sorry! Das ist boring. Das Spiel ist dazu häßlich und jeder Charme, den es anfangs hat, wird mit, über 5 Stunden aufgewertete, Stiefel zertrampelt. Die Räume reichen von trivial bis unfair und in der Mitte befinden sich mögliche interessante Räume, die nur einmal alle Jubeljahre auftauchen.
Ich wollte ein Rogue-like ausprobieren, um zu sehen, was die Leute daran reizt, und das reicht dann auch. Das einzig positive ist, dass es keine 120 Stunden wie in Final Fantasy VII, VIII, IX gebraucht hat, bis ich mir eingestehen musste, dass ich den Scheiß nicht spielen muss, um Masochisten zu verstehen, und meine Zeit besser investiert wäre, Frauen besser zu verstehen ... oder masochistische Frauen.
Sage ich nicht!
OK, vielleicht doch. Man kommt in ein Schoß mit zufällig generierten Räumen rein und muss Endgegner besiegen, um den Schlüssel für die große Tür am Anfang zu sammeln. Am Anfang stirbt man sehr schnell, hat dafür etwas Geld von Gegnern und zerstörtem Mobiliar gesammelt. Damit kauft man sich Upgrades für Gesundheit, Stärke, Verteidigung, Magie und haufenweise andere Modifikationen. Das ganzen Upgrades sind, warum auch immer, in einem Schloß, einem Schmied, einer Hexe verteilt, unübersischtlich und unnötig umständlich zu erreichen. Nachdem man eingekauft hat, betritt man das Schloß mit einem Nachfahren des letzten Charakters, erbt alle seine Fähigkeiten, kriegt ein paar einmalige Modifikationen dazu und beginnt einen neuen Anlauf, nur dass das Geld wieder von 0 anfängt.
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| Sieht nicht hübsch aus. |
Bisher war es ein Kampf, vor dem Sterben genug Geld einzusammeln, um das billigstmögliche Upgrade zu kaufen. Inzwischen habe ich soviele Stunden reingesteckt, dass es ausgereicht hätte, Broken Age durchzuspielen und eine schöne Geschichte zu erleben, und bin an folgendem Punkt: Meine Stärke reicht aus, um das erste von 4 Arealen recht gemütlich zu säubern, ich bin aber zu schwach für die anderen drei, die mehr Geld einbringen. Das Geld, das ich im ersten Areal sammle, reicht gerade noch, um einzelne Upgrades zu kaufen, wenn ich nicht über einen zufällig generierten unfairen Raum stolpere, womit ich dann frühzeitig sterbe und mein Geld verloren geht. Ich muss das Areal, das nur ein Musikstück hat, ständig wiederholen, bis das Spiel sich entscheidet, dass ich genug habe und ich inzwischen die richtigen Stats habe. Wenn ich mir anschaue, was noch an den Standardupgrades zur Verfügung stehen, muss ich im Optimalfall noch 150 Anläufe in einem Spiel machen, das seit Stunden nichts neues zu bieten hat, nur weil die Entwickler gierig sind und ihr Nutella so dünn auf das Brot, das sie dem Spieler anbieten, gestrichen haben, dass unbedingt 15 Stunden Spiel aus 5 Gegnern herausgeholt werden sollen.
Sorry! Das ist boring. Das Spiel ist dazu häßlich und jeder Charme, den es anfangs hat, wird mit, über 5 Stunden aufgewertete, Stiefel zertrampelt. Die Räume reichen von trivial bis unfair und in der Mitte befinden sich mögliche interessante Räume, die nur einmal alle Jubeljahre auftauchen.
Ich wollte ein Rogue-like ausprobieren, um zu sehen, was die Leute daran reizt, und das reicht dann auch. Das einzig positive ist, dass es keine 120 Stunden wie in Final Fantasy VII, VIII, IX gebraucht hat, bis ich mir eingestehen musste, dass ich den Scheiß nicht spielen muss, um Masochisten zu verstehen, und meine Zeit besser investiert wäre, Frauen besser zu verstehen ... oder masochistische Frauen.
Samstag, 19. September 2015
Japan Reise - Donnerstag 26. März 2015
Es hat sich noch nicht herumgesprochen aber die Chinesen haben scheinbar Zeitreise-Technologie entwickelt und in ihren Flugzeugen eingebaut. Als wir Richtung Japan geflogen sind, sind die Tage kürzer geworden. Auf dem Rückweg wurden sie länger. In Japan angekommen gab es nicht viel zeitlichen Raum, noch viel zu unternehmen, aber ich habe unbewusst eine Einführung in mehreren Aspekten des japanischen Wesens erhalten, die sich später in meinem Bewusstsein festgesetzt hat und nie wieder verlassen wird. Aber alles der Reihe nach.
Zuerst haben wir einen Zwischenstopp in Peking/Beijing gemacht. Wenn ich daran zurückdenke, dann finde ich es schade, dass wir bis dorthin geflogen sind und absolut nichts von Beijing mitgenommen haben. Wenn Flughäfen nicht eine Art von ineffizientem Gefängnis wären, hätte die Zeit wahrscheinlich ausgereicht, um eine Stunde in der Stadt zu verbringen, was unendlich viel mehr Zeit wäre als die Zeit, die wir dort tatsächlich verbracht haben (null). In diesem Moment habe ich wenig darüber nachgedacht, weil ich primär damit beschäftigt war, Reisepass- und Taschenkontrollen zu überleben, mich darüber zu wundern, dass das Wasser komisch schmeckt, mich ebenfalls darüber zu wundern, wo die Gruppe der schönsten und am schönsten angezogenen Flugbegleiterinnen wohl herkommt, und mich darüber zu amüsieren, dass facebook aus Sicherheitsgründen gesperrt ist. Die Chinesen sind uns in dieser Hinsicht voraus. Außerdem wollte ich schlafen, schlafen und schlafen.
Ich glaube die erste Person, die ich in Japan gesehen habe, hatte eine Hygienemaske an. Die Hygienemasken sind in den folgenden Tagen auch nicht verschwunden, aber die Anzahl, mit der wir am ersten Tag konfrontiert wurden, hat mir schon einen kleinen Schock versetzt. Für die Unwissenden/Ignoranten kurz erklärt: Japaner tragen Hygienemasken, wenn sie krank sind, damit sie andere nicht anstecken. Was noch spaciger war, ist, dass ich kein Husten oder Niessen gehört habe, also sind sie damit auch noch extrem übervorsichtig.
Zeichen Nummer 2, dass man sich in Japan befindet: In anderen Ländern gibt es Ansagen im Flughafen, wenn es was zu sagen gibt. In japanischen Flughäfen sind die Ansagen ununterbrochen. Ebenso in Bahnhöfen, in Läden ... selbst die Kreuzungen reden mit einen. Argh!
Auf der Monorail, die nur existiert, weil Marge Simpson nicht in Japan lebt, fallen einige Dinge auf:
- Die irrationale Angst, am Rand des Wagons zu stehen, als ob ich da eher runterfallen würde als wenn ich in der Mitte stehen würde.
- Japanische Wohnungen sind klein. Ich habe es von vorne rein gewusst aber die sind klein. Echt jetzt!
- Japanische Wohnungen haben keine Angst, reihen- und spaltenweise ihren Balkon mit 50m Abstand Richtung laute Züge zu richten.
Ich weiß nicht, warum, aber Japan scheint mir wie ein Griechenland aus einer alternativen Realität zu sein.
In Tokyo angekommen stellen wir fest, spätestens nachdem wir uns verloren haben, dass ihr U-Bahn-Netz sehr dicht ist aber durch die 2-3-4(?) Betreiber auch für Anfänger sehr unübersichtlich sein kann. Vor allem ist es leicht, das falsche Ticket zu kaufen. Die Preise hängen genauso viel von Glück ab wie von der Distanz, die man zurücklegt.
Die erste Nacht haben wir in einem Kapselhotel verbracht. Statt Zimmer gibt es dort Ein-Mann-Kapseln, in denen man schläft und weit weniger zahlt als in normalen Hotels. Wenn ich "Mann" sage, meine ich in diesem Fall Mann, weil es bis auf das Hotel, wo wir waren und ein weiteres, nicht vorgesehen ist, dass Frauen dort übernachten. Zuerst habe ich gedacht, dass es für Leute gedacht ist, für die eine Taxifahrt nach Hause und zurück teurer ist, als dort zu übernachten aber in unserem Hotel waren eher Studententypen da und viele davon Ausländer. In mancher Hinsicht wäre es besser, wenn wir das Hotel ein paar Tage später besucht hätten, dann hätten wir ein paar Sachen mehr/anders geschätzt. In ziemlich jedem japanischen Hotel kann man ein heißes Bad nehmen aber nur im Kapselhotel gab es eine Sauna. Und in jedem japanischen Hotel, Laden, jede Schlange erfährt man übermäßige, etwas distanzierte bis robotermäßige Höflichkeit aber im Kapselhotel gab es lockere Freundlichkeit.
Wir haben unsere Sachen und Weibchen Nummer 1, das sehr müde war, im Hotel zurückgelassen und sind Essen und spazieren gegangen. Dort war meine erste schicksalhafte Begegnung mit Yoshinoya, die bekannteste(?) japanische Fastfoodkette, wobei der Begriff Fast-Food der Qualität des Essens Unrecht tut. Das erste Gericht, das ich gegessen habe, war gyudon, also nur Fleisch, Zwiebel und Reis und das hat schon sehr gut geschmeckt. Erst zwei Tage später habe ich was neues dort ausprobiert, mit Sesam und eine etwas pikanteren Soße, das sich zu meinem neuen Lieblingsessen etabliert hat. Und ich kenne den Namen immer noch nicht.
Nach dem Essen sind wir zum Skytree gelaufen, was an sich schon super war. Noch besser war der goldende Popel, der in der Distanz zu sehen war. Auf dem Weg dorthin fällt auf, wie japanische Häuser, die genauso Mauern, Dächer und Fenster und Türen haben wir anderswo auch abwechslungsreicher als zum Beispiel in Deutschland und viel sympathischer vor allem im Vergleich zu Deutschland wirken. Es ist einfach eine Freude, durch die Straßen zu laufen. Deutschland hat die besten Voraussetzungen, um superschöne Nachbarschaften zu haben, die Häuser hier sind aber die häßlichsten auf der ganzen Welt und keiner darf davon abweichen, weil sich dann die Nachbarn beschweren, dass das Haus des anderen mit dem "idyllischen" Bild in ihrem Kopf nicht übereinstimmt. Dann wird irgendeine seit Hitler bestehende Hausgleichschaltungsbehörde eingeschaltet, um jeden guten Geschmack zu unterdrücken.
Nach dem Skytree-Besuch sind wir zurück zum Hotel, um Weibchen Nummer 1 abzuholen und haben eine oder mehrere Bahnen nach Shinjuku genommen. Dort gab es scheinbar nicht so viele Leute wie in Shibuya aber genug, damit an einen Fußgängerübergang eine so große Menschenmenge uns entgegenkam, dass beim loslaufen Weibchen Nummer 1 sich zu mir dreht und sagt "Ich habe Angst". Lichter, Läden, Panchiko, wir versuchen es nochmal auf der anderen Seite des Bahnhofs auf der Suche nach einem Laden, wo wir was trinken können. Dort sind wir durch ein Rotlichtviertel, in dem das neue Yakuza / Ryu ga gotoku beworben wurde. Es sind hier zwei Dinge anzumerken. In fühle mich auf einer ätherischen Ebene zu Rotlichtviertel hingezogen und laufe jedesmal instiktiv hin. Und rotes Licht ist hier metaphorisch zu verstehen, weil in Japan alles mit sehr vielen sehr unterschiedlichen Lichtern, ohne Zurückhaltung beleuchtet wird.
Dann sind wir zurück zum Bahnhof und gleich daneben gab es ein Netz aus Straßen, die nicht mal halb so breit wie die Bürgersteige in Polen waren und wo gerade noch zwei Leute nebeneinander laufen konnten. Man kam sich vor wie in eine Ameisenkolonie. Alle zwei Meter ein Laden, der groß genug ist, um 5 Leute unterzubringen, vielleicht sogar 6 oder 7, wenn man Glück hat. Alles voll! In einem wollten wir nicht rein, weil da geraucht wurde, in einem anderen wollten sie uns nicht, wahrscheinlich, weil wir Ausländer sind. Irgendwann haben wir einen gefunden, sind ins obere Geschoß und haben uns an einem Tisch am Fenster mit einer Sichtweite von 1,5 gedrängt. Dort gab es sehr leckere und viel zu teure Spieße und Bohnen und schlechte Getränke. Geil!
Schließlich sind wir zurück ins Hotel, wo meine Kapsel gerade noch lang genug für meine Größe war und ich jemanden, der nach Mitternacht noch ein Viertel Stunde telefoniert hat, böse angucken musste, damit er auflegt. Weibchen Nummer 1 war nicht glücklich, dass wir im Urlaub getrennt schlafen aber wir haben es einmal mitgemacht der neuen Erfahrung wegen.
Zuerst haben wir einen Zwischenstopp in Peking/Beijing gemacht. Wenn ich daran zurückdenke, dann finde ich es schade, dass wir bis dorthin geflogen sind und absolut nichts von Beijing mitgenommen haben. Wenn Flughäfen nicht eine Art von ineffizientem Gefängnis wären, hätte die Zeit wahrscheinlich ausgereicht, um eine Stunde in der Stadt zu verbringen, was unendlich viel mehr Zeit wäre als die Zeit, die wir dort tatsächlich verbracht haben (null). In diesem Moment habe ich wenig darüber nachgedacht, weil ich primär damit beschäftigt war, Reisepass- und Taschenkontrollen zu überleben, mich darüber zu wundern, dass das Wasser komisch schmeckt, mich ebenfalls darüber zu wundern, wo die Gruppe der schönsten und am schönsten angezogenen Flugbegleiterinnen wohl herkommt, und mich darüber zu amüsieren, dass facebook aus Sicherheitsgründen gesperrt ist. Die Chinesen sind uns in dieser Hinsicht voraus. Außerdem wollte ich schlafen, schlafen und schlafen.
Ich glaube die erste Person, die ich in Japan gesehen habe, hatte eine Hygienemaske an. Die Hygienemasken sind in den folgenden Tagen auch nicht verschwunden, aber die Anzahl, mit der wir am ersten Tag konfrontiert wurden, hat mir schon einen kleinen Schock versetzt. Für die Unwissenden/Ignoranten kurz erklärt: Japaner tragen Hygienemasken, wenn sie krank sind, damit sie andere nicht anstecken. Was noch spaciger war, ist, dass ich kein Husten oder Niessen gehört habe, also sind sie damit auch noch extrem übervorsichtig.
Zeichen Nummer 2, dass man sich in Japan befindet: In anderen Ländern gibt es Ansagen im Flughafen, wenn es was zu sagen gibt. In japanischen Flughäfen sind die Ansagen ununterbrochen. Ebenso in Bahnhöfen, in Läden ... selbst die Kreuzungen reden mit einen. Argh!
Auf der Monorail, die nur existiert, weil Marge Simpson nicht in Japan lebt, fallen einige Dinge auf:
- Die irrationale Angst, am Rand des Wagons zu stehen, als ob ich da eher runterfallen würde als wenn ich in der Mitte stehen würde.
- Japanische Wohnungen sind klein. Ich habe es von vorne rein gewusst aber die sind klein. Echt jetzt!
- Japanische Wohnungen haben keine Angst, reihen- und spaltenweise ihren Balkon mit 50m Abstand Richtung laute Züge zu richten.
Ich weiß nicht, warum, aber Japan scheint mir wie ein Griechenland aus einer alternativen Realität zu sein.
In Tokyo angekommen stellen wir fest, spätestens nachdem wir uns verloren haben, dass ihr U-Bahn-Netz sehr dicht ist aber durch die 2-3-4(?) Betreiber auch für Anfänger sehr unübersichtlich sein kann. Vor allem ist es leicht, das falsche Ticket zu kaufen. Die Preise hängen genauso viel von Glück ab wie von der Distanz, die man zurücklegt.
Die erste Nacht haben wir in einem Kapselhotel verbracht. Statt Zimmer gibt es dort Ein-Mann-Kapseln, in denen man schläft und weit weniger zahlt als in normalen Hotels. Wenn ich "Mann" sage, meine ich in diesem Fall Mann, weil es bis auf das Hotel, wo wir waren und ein weiteres, nicht vorgesehen ist, dass Frauen dort übernachten. Zuerst habe ich gedacht, dass es für Leute gedacht ist, für die eine Taxifahrt nach Hause und zurück teurer ist, als dort zu übernachten aber in unserem Hotel waren eher Studententypen da und viele davon Ausländer. In mancher Hinsicht wäre es besser, wenn wir das Hotel ein paar Tage später besucht hätten, dann hätten wir ein paar Sachen mehr/anders geschätzt. In ziemlich jedem japanischen Hotel kann man ein heißes Bad nehmen aber nur im Kapselhotel gab es eine Sauna. Und in jedem japanischen Hotel, Laden, jede Schlange erfährt man übermäßige, etwas distanzierte bis robotermäßige Höflichkeit aber im Kapselhotel gab es lockere Freundlichkeit.
| Kapselhotel! |
Wir haben unsere Sachen und Weibchen Nummer 1, das sehr müde war, im Hotel zurückgelassen und sind Essen und spazieren gegangen. Dort war meine erste schicksalhafte Begegnung mit Yoshinoya, die bekannteste(?) japanische Fastfoodkette, wobei der Begriff Fast-Food der Qualität des Essens Unrecht tut. Das erste Gericht, das ich gegessen habe, war gyudon, also nur Fleisch, Zwiebel und Reis und das hat schon sehr gut geschmeckt. Erst zwei Tage später habe ich was neues dort ausprobiert, mit Sesam und eine etwas pikanteren Soße, das sich zu meinem neuen Lieblingsessen etabliert hat. Und ich kenne den Namen immer noch nicht.
Nach dem Essen sind wir zum Skytree gelaufen, was an sich schon super war. Noch besser war der goldende Popel, der in der Distanz zu sehen war. Auf dem Weg dorthin fällt auf, wie japanische Häuser, die genauso Mauern, Dächer und Fenster und Türen haben wir anderswo auch abwechslungsreicher als zum Beispiel in Deutschland und viel sympathischer vor allem im Vergleich zu Deutschland wirken. Es ist einfach eine Freude, durch die Straßen zu laufen. Deutschland hat die besten Voraussetzungen, um superschöne Nachbarschaften zu haben, die Häuser hier sind aber die häßlichsten auf der ganzen Welt und keiner darf davon abweichen, weil sich dann die Nachbarn beschweren, dass das Haus des anderen mit dem "idyllischen" Bild in ihrem Kopf nicht übereinstimmt. Dann wird irgendeine seit Hitler bestehende Hausgleichschaltungsbehörde eingeschaltet, um jeden guten Geschmack zu unterdrücken.
| Japan! |
Nach dem Skytree-Besuch sind wir zurück zum Hotel, um Weibchen Nummer 1 abzuholen und haben eine oder mehrere Bahnen nach Shinjuku genommen. Dort gab es scheinbar nicht so viele Leute wie in Shibuya aber genug, damit an einen Fußgängerübergang eine so große Menschenmenge uns entgegenkam, dass beim loslaufen Weibchen Nummer 1 sich zu mir dreht und sagt "Ich habe Angst". Lichter, Läden, Panchiko, wir versuchen es nochmal auf der anderen Seite des Bahnhofs auf der Suche nach einem Laden, wo wir was trinken können. Dort sind wir durch ein Rotlichtviertel, in dem das neue Yakuza / Ryu ga gotoku beworben wurde. Es sind hier zwei Dinge anzumerken. In fühle mich auf einer ätherischen Ebene zu Rotlichtviertel hingezogen und laufe jedesmal instiktiv hin. Und rotes Licht ist hier metaphorisch zu verstehen, weil in Japan alles mit sehr vielen sehr unterschiedlichen Lichtern, ohne Zurückhaltung beleuchtet wird.
Dann sind wir zurück zum Bahnhof und gleich daneben gab es ein Netz aus Straßen, die nicht mal halb so breit wie die Bürgersteige in Polen waren und wo gerade noch zwei Leute nebeneinander laufen konnten. Man kam sich vor wie in eine Ameisenkolonie. Alle zwei Meter ein Laden, der groß genug ist, um 5 Leute unterzubringen, vielleicht sogar 6 oder 7, wenn man Glück hat. Alles voll! In einem wollten wir nicht rein, weil da geraucht wurde, in einem anderen wollten sie uns nicht, wahrscheinlich, weil wir Ausländer sind. Irgendwann haben wir einen gefunden, sind ins obere Geschoß und haben uns an einem Tisch am Fenster mit einer Sichtweite von 1,5 gedrängt. Dort gab es sehr leckere und viel zu teure Spieße und Bohnen und schlechte Getränke. Geil!
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