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Mittwoch, 6. Juni 2018

Phoenix Wright Ace Attorney Trials & Tribulations

Ich bin traurig. Im Kern hält das Spiel die Qualitäten aufrecht, die im ersten Teil etabliert wurde. Und es macht die meiste Zeit auch Spaß. Ich habe zwei Probleme damit.

:(

Das erste ist, dass es viel öfter als in den Vorgängern vorkommt, dass die spielinterne Logik versagt und zusätzlich, dass völlig legitime Schritte des Spielers nicht als Lösung anerkannt werden, weil das Spiel was willkürlich spezifisches will. Zumindest scheint es in der Übersetzung so. Es kann auch sein, dass das Spiel nicht gereift ist, weil es die kürzeste Entwicklungsdauer hatte.

Das zweite ist, dass der allerletzte Fall übermäßig verwickelt und unlogisch ist, jeder mit jedem verwandt ist und er insgesamt fucking deprimierend ist. Das hat mich noch mehr geärgert als das Mass Effect 3 Ende, weil sie dort nur den uninteressanten Krieg mit den Bösewichten verbockt haben, während sie hier die Charaktere verraten haben. Ich bin richtig verärgert.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Phoenix Wright Ace Attorney Justice For All

Im großen und ganzen stimmt der Text, den ich über den ersten Teil geschrieben habe, immer noch. Das Problem ist, dass die Qualität der Dialoge etwas nachgelassen hat.

The Ace of Spades.

Noch eine Änderung ist, dass die Musik geändert wurde, und es ist, im nachinhein betrachtet, brutal, wie sehr das eine Auswirkung auf das Spiel hat. Im ersten Teil hat mich die Musik mit steigender Spannung trotz der Albernheit richtig mitgerissen, dass ich am Ende so "fuck yeah!" war. Im zweiten Teil ist nichts davon übrig geblieben.

Freitag, 22. Januar 2016

Phoenix Wright Ace Attorney der Erste

Ich habe gelesen, dass das Spiel schlau im Aufbau und in der Erzählung und witzig ist, aber es kam heraus zu einer Zeit, als ich solche Spiele auf dem DS für gimmickhaft gehalten und Vertrauen in die Fähigkeiten der Japaner verloren habe.

Large bananas.
Es stellt sich heraus, dass Phoenix Wright schlau im Aufbau und in der Erzählung und witzig ist. Letztendlich sind die Aktionen, die der Spieler ausführt, simpel, nur sprengt es mein Vorstellungsvermögen, wie kompliziert es für den Entwickler sein müsste, den Ablauf der Geschichte mit dem Ablauf des Gameplays über mehrere Akte zu verzahnen. Man muss wohl rückwärts arbeiten, angefangen vom Ziel, wo es hinführt, durch die Verwirrungen auf dem Weg bis zum Ausgangszeitpunkt des Unwissens und dabei bei jedem Schritt im Blick behalten, wieviel der Spieler weiß und wie das seinen Entscheidungen und dem Drama zugute kommt. Erstaunlich!

Montag, 6. Januar 2014

Advance Wars

Spätestens seit Halo macht der Begriff "emergent gameplay" die Runde, bei dem ein Spieldesigner dem Spieler eine Spielwiese mit verhältnismäßig wenig Restriktionen gibt, womit die Anzahl der möglichen Spielsituationen potenziert ist, bis zum dem Punkt, dass Sachen passieren, die von den Entwicklern nicht vorgesehen wurden. Sowas führt zu Videos mit Warthog Jumps. Die Designer von Jet Set Radio waren auch überrascht, was für Wege man im Spiel alles beschreiben kann.


Nintendo mag sowas nicht und das hat sich bei mir in Advance Wars am meisten bemerkbar gemacht. Die zugegeben wunderbar aufeinandergestimmte Einheiten bieten sich für solch unvorhergesehene, interessante Konstellationen an, nur erlaubt es das Leveldesign von Nintendo nicht, das sicherstellen will, dass man jeden Aspekt des Spiels kennenlernt und sich nichts wiederholt. In der Kampagne kommt man sich nicht so vor, als ob man strategisch vorgeht, sondern als ob man ein Rätsel löst, weil die Leveldesigner mit der Landschaft und den vorbestimmten Resourcen und die Beschränkung von Zielen und den Spezialfähigkeiten der Gegner schon zu einem großen Maß diktieren, welcher der erfolgreiche Weg ist. Das mag schön sein, wenn man Rätsel spielen will aber es entspricht nicht meiner Erwartungshaltung bei Strategiespielen.

Strategie spielt verstärkt eine Rolle in den Bonuslevels oder im Multiplayermodus mit Ausgangssituationen und Maps, die symmetrischer sind, aber die leiden so wie die späteren Level in der Kampagne unter das Problem, dass irgendwann in der Mitte schon entschieden ist, wer gewinnt, und das Abspulen des Rests des Spiels ewig dauert.

Die Einzelelemente des Spiels sind toll. Die Grafik ist ansehnlich und funktionell, die Einheiten abwechslungsreich und schön aufeinander abgestimmt, das Regelwerk reichhaltig und balanciert, insgesamt ergibt es immer noch ein mühsames Spiel.

Die Musik ist ohne Übertreibung das fürchterlichste, was ich je in einem Computerspiel gehört habe.