Ich werde gegen später meckern. Ich werde vermutlich sehr viel meckern und während ihr das lest, behaltet bitte im Hinterkopf, daß ich dieses Spiel für das beste Halo halte, was wiederum bedeutet, daß es der beste zur Zeit existierende Egoshooter ist, weil das schlechteste Halo der fünftbeste Egoshooter ist.
Was die eurogamer und Edge-Reviews sagen, und das sind die einzigen, die ich lese, stimmt: Halo Reach ist das, worin die zehnjährige Erfahrung von Bungie mit der Marke kulminieren muß. Es ist Fanservice, es ist oft ein best-of der vergangenen Halos. Es hat soviele beeindruckende Vistas, daß es genauso gut Halo Vista heißen könnte, wenn es kein anderes Microsoft Produkt mit dem Namen gäbe. Es hat die Elites als Hauptgegner und sie sind mehr eine Herausforderung denn je. Es hat keine Flood. Es hat kein kompliziertes Dual Wielding mehr. Die Anzahl der Waffen ist reduziert worden, dafür wurden die Unterschiede zwischen den Waffen wieder unterstrichen. Die Spezialfähigkeiten sind in jeder Hinsicht eine sinnvolle Evolution der Items aus Halo 3. Die Kämpfe sind dynamisch, herausfordernd und fair.
Die Geschichte ist - ich schau mal, was dict.leo.org zu "inoffensive" sagt - einwandfrei, gutartig, harmlos, unbedenklich, unschädlich. Ich muß es besser erklären, glaube ich. Die Geschichte ist schon deswegen unglaublich befreiend, weil sie Teil eines Videospiels ist, und die Dialoge sich nicht so anfühlen, als ob einem jemand Schimpfwörter ins Ohr schreien würde, während er mit einem anatomisch beeindruckenden Stunt von der anderen Seite mit einem Hammer in den Kopf reinhaut. Die Geschichte überrascht nicht, kommt mit den für Halo-typischen Archetypen als Charaktere daher, malt ein Bild mit breiten Strichen und löst ein Gefühl aus, als ob man in einem bequemen Sessel sitzt, weil die Dialoge kompetent geschrieben und vorgetragen sind, die Inszenierung sitzt und das ganze mit der richtigen Musik garniert ist.
Die Anzahl der gleichzeitig darstellbaren Figuren ist deutlich erhöht worden. Die Polygonanzahl, die Auflösung, die Anzahl der Partikel sind erhöht worden. Die Gesichter sehen nicht mehr fürchterlich aus. Schatten werden konsistenter dargestellt. Schaden wird vor allem in geschlossenen Räumen überzeugender dargestellt. Explosionen sehen besser denn je aus.
Achtung! Jetzt fängt das Meckern an: Das Ruckeln ist im Vergleich zu Halo 3 in der Hinsicht reduziert worden, daß Reach nicht jede dritte Sekunde in der Framerate fällt und Tearing produziert. V-Sync ist eingeschaltet und wenn die Framerate fällt, dann fällt sie richtig. Mit "richtig" meine ich, daß dann 20 oder 15 FPS zu sehen sind und daß, wenn sich Reach entscheidet zu ruckeln, das ganze dann sekundenlang am Stück dauert. Die erste Ruckelpassage kommt im INTRO, BEVOR MAN ÜBERHAUPT DAS JOYPAD BERÜHRT HAT! Das wiederum zeigt, daß der Trailer/Intro, das sie auf den Video Game Awards Anfang des Jahres gezeigt haben, ein Fake war, weil er nicht geruckelt hat, bessere Beleuchtung hatte, bessere Gesichter, bessere Bildqualität. Killzone 3 traut sich dagegen in seinen Trailern zu ruckeln.
Ich hatte Soundaussetzer im ersten Level, bevor ich das Spiel auf Festplatte installiert habe. Carmen Electra antwortet nicht auf meine Mails. Wir haben sich zu spät reinstreamende Texturen und Objekte, als ob es wieder 2004 wäre. Das Level-of-Detail-System ist verkorkst. Objekte springen manchmal sichtbar von einer Stufe zur anderen. Ich habe Grasbüschel gesehen, die in einer Detailstufe völlig anders angeordnet waren als in der anderen. Ich habe eine sehr offensichtliche Wand mit einer gewarpten Textur gesehen. Im 4er-Splitscreen ist das Level-of-detail-system so aggressiv, daß spielbestimmende Objekte wie Health Packs erst eingeblendet werden, wenn man in 5m Entfernung ist.
Die Auflösung ist immer noch kein echtes 720p. Das Anti-Aliasing ist, wenn überhaupt vorhanden, schwach. Dafür gibt es einen völlig unnötigen Blur-Effekt, der nichts bringt, nur durch unangenehmes Ghosting auffällt, Fillrate verbrät und weniger echt aussieht als der von Project Gotham Racing 3 (2005). Es ist offensichtlich, daß die Personen, die sich für die Lösung entschieden haben, absolut keine Sensibilität haben, was solche Dinge angeht. Auf dem Boden liegende Waffen verschwinden im Single-Player, wenn dem Spiel danach ist, also willkürlich. Im Multiplayer bestehen knapp die Hälfte der Maps aus Forge-Konstrukten, die den Eindruck von Ergebnissen von Tutorials erwecken und im Spiel nichts zu suchen haben. Durch die sich wiederholenden Bausteine und das Fehlen von Meilensteinen ist es schwierig, sich zurechtzufinden.
Warum ist Halo 1, das am ehesten im letzten Moment zusammengebaut wurde, die Folge, die am wenigsten von technischen Unzulänglichkeiten leiden mußte?
Dienstag, 5. Oktober 2010
Montag, 4. Oktober 2010
Alex Garland Interview Part 1
Es ist das erste Interview mit ihm, das ich lese und er ist mir auf Anhieb extrem sympathisch. Vor allem am Ende, wenn er sagt, daß er weiß, wo seine Grenzen sind.
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Spiele
Sonntag, 3. Oktober 2010
Meisterparker des Parkens Greek Edition
Was man nicht sieht, ist, daß es rechts vom Bild einen Parkplatz gibt, in dem ein halbes Dutzend Autos Platz haben.
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Fotos
Samstag, 2. Oktober 2010
Online Games Datenbank
Da kann man herausfinden, welche Spielversionen welche Sprachen haben und so. Ich weiß nicht, wie zuverlässig die ist.
ONLINE GAMES DATENBANK
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Spiele
Donnerstag, 30. September 2010
Ip Man
Ip Man hat "How to make friends and influence people" gelesen und dann tritt er Ärsche. Yeah!
Es ist ein einzigartiger Film, weil er zwei Sachen gleichzeitig macht, die noch nie ein Film zuvor kombiniert hat. Es ist der erste Film seit langem, bei dem ich im Kino die Armlehnen während der Kämpfe fester gehalten habe, und es ist gleichzeitig der erste chinesische Kampffilm, der immer noch ordentlich wäre, wenn er ohne Kämpfe auskommen würde.
Natürlich gibt es eine heftige Dosis Drama aber dazwischen gibt es auch nuanciertes Schauspiel. Das beste ist, daß so gut wie alle Charaktere in einer Situation stecken, bei der sie und der Zuschauer nicht wissen, was das "richtige" ist, was zu tun ist, weil es das richtige nicht gibt. So wie im echten Leben. Anschauen!
Der Nachfolger ist leider im Vergleich dazu enttäuschend. Die Regie, die Kostüme und das Set-Design haben zwar nochmal etwas zugelegt und es gibt Bilder zu sehen, die man nur als "geil" bezeichnen kann aber die Kämpfe sind weniger gut, zeigen weniger Zurückhaltung mit Seiltricks, die meisten Figuren sind eher comichaft statt realistisch und das letzte Drittel, in dem füchterliche englischsprachige Schauspieler dominieren, zieht den gesamten Film auf den chinesischen Kampffilmdurchschnitt, was die Geschichte angeht.
Ip Man 2 schaut man wiederum eher der Kämpfe und der Bilder wegen an und nicht, weil es insgesamt ein guter Film ist.
Ich muß ein Prügelspiel machen.
Es ist ein einzigartiger Film, weil er zwei Sachen gleichzeitig macht, die noch nie ein Film zuvor kombiniert hat. Es ist der erste Film seit langem, bei dem ich im Kino die Armlehnen während der Kämpfe fester gehalten habe, und es ist gleichzeitig der erste chinesische Kampffilm, der immer noch ordentlich wäre, wenn er ohne Kämpfe auskommen würde.
Natürlich gibt es eine heftige Dosis Drama aber dazwischen gibt es auch nuanciertes Schauspiel. Das beste ist, daß so gut wie alle Charaktere in einer Situation stecken, bei der sie und der Zuschauer nicht wissen, was das "richtige" ist, was zu tun ist, weil es das richtige nicht gibt. So wie im echten Leben. Anschauen!
Der Nachfolger ist leider im Vergleich dazu enttäuschend. Die Regie, die Kostüme und das Set-Design haben zwar nochmal etwas zugelegt und es gibt Bilder zu sehen, die man nur als "geil" bezeichnen kann aber die Kämpfe sind weniger gut, zeigen weniger Zurückhaltung mit Seiltricks, die meisten Figuren sind eher comichaft statt realistisch und das letzte Drittel, in dem füchterliche englischsprachige Schauspieler dominieren, zieht den gesamten Film auf den chinesischen Kampffilmdurchschnitt, was die Geschichte angeht.
Ip Man 2 schaut man wiederum eher der Kämpfe und der Bilder wegen an und nicht, weil es insgesamt ein guter Film ist.
Ich muß ein Prügelspiel machen.
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Filme
Montag, 27. September 2010
Home Sheep Home
Alle in Deckung, es ist ein Flash-Spiel! Gibt es einen Namen für das Lemmings/Humans/Lost Vikings/Incredible Machine-Genre?
Man steuert nacheinander drei Schafe mit verschiedenen Eigenschaften, was Größe, Kraft, Sprungkraft angeht und versucht im Zusammenspiel logische/physikalische Puzzles zu bewältigen und mit allen das andere Ende des Bildschirms zu erreichen.
Home Sheep Home ist hübsch, einfallsreich, abwechslungsreich, hat eine gute Steuerung, eine gute Lernkurve, verlangt keine frustige Millimeterarbeit und ist vorbei, bevor es langweilt. Wer zum Henker ist es, der solch einwandfreie Arbeit geliefert hat?
Man steuert nacheinander drei Schafe mit verschiedenen Eigenschaften, was Größe, Kraft, Sprungkraft angeht und versucht im Zusammenspiel logische/physikalische Puzzles zu bewältigen und mit allen das andere Ende des Bildschirms zu erreichen.
Home Sheep Home ist hübsch, einfallsreich, abwechslungsreich, hat eine gute Steuerung, eine gute Lernkurve, verlangt keine frustige Millimeterarbeit und ist vorbei, bevor es langweilt. Wer zum Henker ist es, der solch einwandfreie Arbeit geliefert hat?
Samstag, 25. September 2010
Black Belt
Ich habe in einem Videospielforum gelesen, daß der Film gut sein soll. Ich sollte offensichtlich weniger Videospielforen lesen.
Ich hätte fast gesagt, daß Black Belt die lahmsten Kämpfe aller Zeiten hat, allerdings habe ich neulich Conan der Barbar gesehen, der bis auf die Kämpfe sich recht gut hält. Und dann gibt es noch youtube, in dem man "worst ... ever" eingibt und an der Menschheit zweifelt. Zatoichi von Kitano kommt in den kurzen Kampfszenen weit besser rüber und er hat davor meines Wissens noch nie ein Action-Film gemacht.
Black Belt geht den japanischen "understated" Weg (dict.leo.org kennt keine angemessene Übersetzung), was in anderen Filmen funktioniert, hier ist es nur langweillig. Der Abschluß versucht dann noch eine Art Poesie mit Bildfiltern einzuführen und fährt den Film dann endgültig in den Graben.
Ich hätte fast gesagt, daß Black Belt die lahmsten Kämpfe aller Zeiten hat, allerdings habe ich neulich Conan der Barbar gesehen, der bis auf die Kämpfe sich recht gut hält. Und dann gibt es noch youtube, in dem man "worst ... ever" eingibt und an der Menschheit zweifelt. Zatoichi von Kitano kommt in den kurzen Kampfszenen weit besser rüber und er hat davor meines Wissens noch nie ein Action-Film gemacht.
Black Belt geht den japanischen "understated" Weg (dict.leo.org kennt keine angemessene Übersetzung), was in anderen Filmen funktioniert, hier ist es nur langweillig. Der Abschluß versucht dann noch eine Art Poesie mit Bildfiltern einzuführen und fährt den Film dann endgültig in den Graben.
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Filme
Dienstag, 21. September 2010
Sly Cooper / Sly Racoon Review
Auch wenn hinter dem Titel keine Zahl steht, werde ich hier hauptsächlich Teil 2 und 3 beschreiben. HA! Habe ich euch ausgetrickst! Es ist zu lange her, daß ich Teil 1 gespielt habe. Sagen wir kurz, daß es ein ordentliches, recht lineares Jump n Run war das gleichtzeitig Metal Gear Solid besser macht als Metal Gear Solid.
Sly Cooper 2 habe ich Weihnachten zum zweiten Mal gespielt und Teil 3 gleich darauf zum ersten Mal. Die letzten zwei Teile sind weniger linear. Sie befördern den Spieler von Einsatzort zu Einsatzort, worin eine Reihe von Missionen mit unterschiedlichen Charakteren absolviert werden müssen. Die Orte sind eher flächig als linear und geben den Spieler oft Raum, seine Herangehensweise selbst zu bestimmen.
Teil 2 ist in der Qualitätsskala ähnlicher Spiele in meinem Kopf sehr hoch positioniert. Wenn es um die Sony Marken geht, finde ich es etwas schwächer als die Jak Serie und deutlich stärker als Ratchet & Clank. Das Spiel läuft mit 60FPS, die Steuerung ist gut, die Kollisionen fair, es gibt sich sehr viel Mühe, übersichtlich und lesbar zu sein, und schafft es gut, Animationen sind ordentlich, Grafik für PS2 Verhältnisse gut, die Musik hat einen eigenen Charakter und ist lässig, die Aufgaben sind abwechslungsreich, die Zusatzfähigkeiten, die man sich erkauft, bereichern das Spiel. Das Leveldesign gefällt mir besonders gut. Es ist selbst abwechslungsreich, leicht verschachtelt und trotzdem übersichtlich. Markante Stellen erlauben einem jederzeit herauszufinden, wo man sich im Level befindet.
Die drei Säulen des Spiels sind die drei Charaktere. Sly ist der Hauptcharakter, der die meiste Zeit gesteuert wird, und wird eingesetzt, wenn Agilität gefragt wird, Bentley wird hauptsächlich zum hacken und bedienen von Maschinen benutzt, The Murray für Prügeleien oder sonstigem Krafteinsatz. Die Charaktere, die Dialoge und die Geschichte sind sehr simpel und kindlich gehalten und verstecken fast die zugrundeliegenden erwachsenen Themen, die vor allem gegen Ende des Spiels und in der Fortsetzung das ganze vorantreiben. Die Geschichtserzählung unterfordert vielleicht einen Erwachsenen, fällt aber nicht unangenehm auf. Für die Bösewichte wird eine Hintergrundgeschichte angeboten, die ihre "bösen" Aktionen nachvollziehbar machen. Das ist mehr als die meisten Actionfilme sich mit Charakter beschäftigen.
In Teil 3 war ich überrascht, mit welcher Konsequenz (unangenehme) Auswirkungen der Aktionen der Helden aus dem zweiten Teil beibehalten werden. Es ist offensichtlich, daß die Entwickler viel und gute Arbeit reingesteckt haben, damit sich das Spiel vom Vorgänger abhebt aber trotzdem gefällt mir jeder Aspekt des Spiels etwas schlechter als im Vorgänger.
Die Technik erlaubt jetzt verschiedene Tageszeiten pro Ort, die Farben sind fröhlicher und kontrastreicher, dafür gibt es Framerateaussetzer und die Kanten flimmern mehr. Pro Einsatzort gibt es einen Zusatzcharakter mit eigenen Fähigkeiten, nur verringert das die psychische Investition des Spielers in die Charaktere. Murray hat denselben Sprecher aber eine andere (viel schlechtere) Stimme, die nicht mehr schön debil klingt. Die Anzahl der Spielarten, die hineingepackt wurden, ist inzwischen schwindelerregend hoch: Jump n Run, schleichen, prügeln, baggerfahren, katapultschießen, Third-Person-Shooter, Crimson-Skies-Klon, Schiffduelle, Schatzsuche, Verfolgungsjagd im Boot in Kanälen, tauchen und noch viel mehr. Manche davon haben aber weniger Feinschliff als die Minispiele in Teil 1.
Vermutlich als Reaktion auf die Stimmen der Spieler haben die Entwickler die Hinweiseflaschen entfernt. Im zweiten Teil waren in jedem Ort 30 Flaschen verteilt und wenn man sie alle gesammelt hat, wurde irgendwas unwichtiges freigeschaltet. Kann mich nicht mal erinnern. Dank Rare genießen Sammel n Runs heute einen schlechten Ruf, nur war das hier ein Bonus, der nichts mit dem Hauptstrang des Spiels zu tun hatte, und es war eine schöne Motivation, die "Map" kennenzulernen, was einem ein sicheres Gefühl bei der Navigation im Level und bessere Chancen im Hauptspiel gegeben hat. Das entfernen der Flaschen und die größeren Levels in Teil 3 bedeuten, daß man Levels abschließt, ohne sie richtig kennengelernt zu haben.
Damit wir uns verstehen: Sly 3 ist ein gutes Spiel. Die Leistung der Entwickler ist enorm, wenn man bedenkt, was alles drinsteckt. Es ist dennoch etwas enttäuschend nach Teil 2. Die kommende Collection ist auf jeden Fall ihr Geld wert, falls man die Spiele noch nicht auf der PS2 hat.
Sly Cooper 2 habe ich Weihnachten zum zweiten Mal gespielt und Teil 3 gleich darauf zum ersten Mal. Die letzten zwei Teile sind weniger linear. Sie befördern den Spieler von Einsatzort zu Einsatzort, worin eine Reihe von Missionen mit unterschiedlichen Charakteren absolviert werden müssen. Die Orte sind eher flächig als linear und geben den Spieler oft Raum, seine Herangehensweise selbst zu bestimmen.
Teil 2 ist in der Qualitätsskala ähnlicher Spiele in meinem Kopf sehr hoch positioniert. Wenn es um die Sony Marken geht, finde ich es etwas schwächer als die Jak Serie und deutlich stärker als Ratchet & Clank. Das Spiel läuft mit 60FPS, die Steuerung ist gut, die Kollisionen fair, es gibt sich sehr viel Mühe, übersichtlich und lesbar zu sein, und schafft es gut, Animationen sind ordentlich, Grafik für PS2 Verhältnisse gut, die Musik hat einen eigenen Charakter und ist lässig, die Aufgaben sind abwechslungsreich, die Zusatzfähigkeiten, die man sich erkauft, bereichern das Spiel. Das Leveldesign gefällt mir besonders gut. Es ist selbst abwechslungsreich, leicht verschachtelt und trotzdem übersichtlich. Markante Stellen erlauben einem jederzeit herauszufinden, wo man sich im Level befindet.
Die drei Säulen des Spiels sind die drei Charaktere. Sly ist der Hauptcharakter, der die meiste Zeit gesteuert wird, und wird eingesetzt, wenn Agilität gefragt wird, Bentley wird hauptsächlich zum hacken und bedienen von Maschinen benutzt, The Murray für Prügeleien oder sonstigem Krafteinsatz. Die Charaktere, die Dialoge und die Geschichte sind sehr simpel und kindlich gehalten und verstecken fast die zugrundeliegenden erwachsenen Themen, die vor allem gegen Ende des Spiels und in der Fortsetzung das ganze vorantreiben. Die Geschichtserzählung unterfordert vielleicht einen Erwachsenen, fällt aber nicht unangenehm auf. Für die Bösewichte wird eine Hintergrundgeschichte angeboten, die ihre "bösen" Aktionen nachvollziehbar machen. Das ist mehr als die meisten Actionfilme sich mit Charakter beschäftigen.
In Teil 3 war ich überrascht, mit welcher Konsequenz (unangenehme) Auswirkungen der Aktionen der Helden aus dem zweiten Teil beibehalten werden. Es ist offensichtlich, daß die Entwickler viel und gute Arbeit reingesteckt haben, damit sich das Spiel vom Vorgänger abhebt aber trotzdem gefällt mir jeder Aspekt des Spiels etwas schlechter als im Vorgänger.
Die Technik erlaubt jetzt verschiedene Tageszeiten pro Ort, die Farben sind fröhlicher und kontrastreicher, dafür gibt es Framerateaussetzer und die Kanten flimmern mehr. Pro Einsatzort gibt es einen Zusatzcharakter mit eigenen Fähigkeiten, nur verringert das die psychische Investition des Spielers in die Charaktere. Murray hat denselben Sprecher aber eine andere (viel schlechtere) Stimme, die nicht mehr schön debil klingt. Die Anzahl der Spielarten, die hineingepackt wurden, ist inzwischen schwindelerregend hoch: Jump n Run, schleichen, prügeln, baggerfahren, katapultschießen, Third-Person-Shooter, Crimson-Skies-Klon, Schiffduelle, Schatzsuche, Verfolgungsjagd im Boot in Kanälen, tauchen und noch viel mehr. Manche davon haben aber weniger Feinschliff als die Minispiele in Teil 1.
Vermutlich als Reaktion auf die Stimmen der Spieler haben die Entwickler die Hinweiseflaschen entfernt. Im zweiten Teil waren in jedem Ort 30 Flaschen verteilt und wenn man sie alle gesammelt hat, wurde irgendwas unwichtiges freigeschaltet. Kann mich nicht mal erinnern. Dank Rare genießen Sammel n Runs heute einen schlechten Ruf, nur war das hier ein Bonus, der nichts mit dem Hauptstrang des Spiels zu tun hatte, und es war eine schöne Motivation, die "Map" kennenzulernen, was einem ein sicheres Gefühl bei der Navigation im Level und bessere Chancen im Hauptspiel gegeben hat. Das entfernen der Flaschen und die größeren Levels in Teil 3 bedeuten, daß man Levels abschließt, ohne sie richtig kennengelernt zu haben.
Damit wir uns verstehen: Sly 3 ist ein gutes Spiel. Die Leistung der Entwickler ist enorm, wenn man bedenkt, was alles drinsteckt. Es ist dennoch etwas enttäuschend nach Teil 2. Die kommende Collection ist auf jeden Fall ihr Geld wert, falls man die Spiele noch nicht auf der PS2 hat.
Donnerstag, 16. September 2010
We suck less
Eine alte Geschichte, die das Vorgehen von Microsoft und Apple im Vergleich immer noch gut illustriert.
We suck less.
We suck less.
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Allgemein
Mittwoch, 15. September 2010
Castlevania - Order of Ecclesia
Hallo liebe Kinder! Sammelt euch um das Feuer und dann erzähle ich euch die Gruselgeschichte von der verfluchten Belmont Familie.
Es gab einmal eine Serie, die "Castlevania" hieß. Darin ist Dracula immer wieder auferstanden, um die Menschheit zu bedrohen, und wurde jedesmal von dem Mitglied der Belmont Familie wieder zurück in den Sarg befördert, der zu diesem Zeitpunkt im kampffähigen Alter war. Die Aufgabe der Belmonts war alles andere als einfach aber dafür waren sie berühmt, reich und die Bitches lagen ihnen zu Füßen. Doch plötzlich materialisierte sich ein Alptraum, der viel schlimmer als Dracula war. Ein Alptraum gegen den sie mit ihren Peitschen nichts anstellen konnten, weil er in einer Alternativwelt stattfand und trotzdem ihre Welt mit einem Schlag zerstört hat. Der Alptraum hieß "Symphony of the Night".
Lange bevor Film und Fernsehen den freundlichen Vampir als neue Cash Cow entdeckt haben, schwärmten die Emos unter den Videospielern vom bleichen und androgynen Alucard, der mit einfallslosem bis fehlenden Leveldesign und spielverwässernden Rollenspielelementen den Weg des zukünftigen Castlevania wies. Eine Reihe weiterer Castlevania-Helden, die auf dem Papier weniger vampirisch sind aber genauso bleich wie ein Vampir aussehen, führen uns zu Shanoa, die überraschenderweise bleich wie der Mond ist, keine Gefühle empfinden kann aber kein Vampir ist. Yeah!
Die Geschichte von Order of Ecclesia ist vorhersehbar und die Dialoge amateurhaft. Die Grafik ist OK und die Animationen gerade noch so im Gegensatz zu Portrait of Ruin, das ich allein wegen der katastrophalen Animationen nicht gekauft habe. Die Musik ist komischerweise schwach und verhält sich zu anderen Castlevanias wie Starfox 64 zu Starfox. Das Leveldesign kommt von allen anderen Castlevanias Symphony of the Night am nächsten, indem es sich ständig wiederholt, nie Geschicklichkeit verlangt und sich nicht zu schade ist, einem mehrmals einen halben Kilometer bestehend aus Nichts vorzusetzen. Damit meine ich, daß es einen geraden Boden ohne besonderen Eigenschaften hat und keine Plattformen oder sonst was. Man läuft einfach 5 min lang vorwärts und haut manchmal auf die Angriffstaste.
In Order of Ecclesia ist es das erste Mal seit Rollenspielelemente in Castlevania existieren, daß sich die Entwickler die Mühe gemacht haben, den Spieler nicht zuviel Geld zu geben, mit dem er haufenweise Heilgegenstände kaufen kann. Es ist das erste Mal, daß man sich tatsächlich mit der Spielmechanik auseinander setzen muß und plötzlich fallen einem 5 andere Sachen unangenehm auf, um die sich Entwickler besser gekümmert hätten. Die Speicherpunkte sind teilweise so weit von dem Punkt, wo man öfter stirbt, entfernt, daß einem Tränen in die Augen kommen. 4/5 des Waffenarsenals ist nutzlos. Sobald man die Projektilmagien hat, die fast den ganzen Bildschirm bedecken oder selbst den Feind suchen und die sich als Standardwaffen ausgeben, gibt es keinen Grund auf Schwerter, Äxte und wasweißich noch umzusteigen. Bei den Standardgegnern braucht man keine Geschicklichkeit, sondern die Waffe, die 3 Mal soviel abzieht wie andere, weil sie das richtige Element hat und von einem Abstand treffen kann, von dem der Gegner keine Chance hat. Als ich vorhin sagte, daß man sich mit der Spielmechanik auseinandersetzen muß, dann meinte ich folgendes Vorgehen:
- Neuer Gegner taucht auf.
- Man probiert alle Projektilwaffen durch, bis man eine findet die deutlich mehr Energie abzieht als die anderen.
- Man wechselt in Zukunft, jedesmal wenn der Gegner auftaucht, auf die entsprechende Waffe. Wenn die Waffe sich nicht in den drei verhältnismäßig leicht zugreifbaren Slots befindet, die komischerweise mit einer Tastenkombination statt einer einzigen Taste gewählt werden, dann muß man in ein dreifach verschachteltes Menü einsteigen und die Waffe zweimal ändern (einmal für jede Hand).
Resultat: Spaß!
Wer will schon ununterbrochen ein Actionspiel spielen, wenn er alle paar Minuten dazu gezwungen werden kann, Menüs zu navigieren? Wenn wir schon bei Listen sind, hier sind die RPG-Castlevanias nach Qualität geordnet:
1. Dawn of Sorrow
2. Aria of Sorrow
3. Egal, weil der ganze Rest eure Zeit nicht wert ist.
Jemand, der die "Sorrows" spielen will, sollte mit Aria anfangen, weil das zuerst erschienen ist, ein GBA statt ein DS Spiel ist und man kein "Downgrade" mitmacht, wenn man von einem auf das andere Spiel umsteigt.
Außerdem muß der Begriff "Metroidvania" sterben, weil es beleidigend für ein paar der besten Action-Adventures, die es gibt, ist. Metroid hat keine Erfahrungspunkte, jeder neue Gegenstand erweitert die Interaktionsmöglichkeiten mit Umgebung und Feinden und es braucht keine verf...logene(?) Menüs.
Ich habe fertig.
Es gab einmal eine Serie, die "Castlevania" hieß. Darin ist Dracula immer wieder auferstanden, um die Menschheit zu bedrohen, und wurde jedesmal von dem Mitglied der Belmont Familie wieder zurück in den Sarg befördert, der zu diesem Zeitpunkt im kampffähigen Alter war. Die Aufgabe der Belmonts war alles andere als einfach aber dafür waren sie berühmt, reich und die Bitches lagen ihnen zu Füßen. Doch plötzlich materialisierte sich ein Alptraum, der viel schlimmer als Dracula war. Ein Alptraum gegen den sie mit ihren Peitschen nichts anstellen konnten, weil er in einer Alternativwelt stattfand und trotzdem ihre Welt mit einem Schlag zerstört hat. Der Alptraum hieß "Symphony of the Night".
Lange bevor Film und Fernsehen den freundlichen Vampir als neue Cash Cow entdeckt haben, schwärmten die Emos unter den Videospielern vom bleichen und androgynen Alucard, der mit einfallslosem bis fehlenden Leveldesign und spielverwässernden Rollenspielelementen den Weg des zukünftigen Castlevania wies. Eine Reihe weiterer Castlevania-Helden, die auf dem Papier weniger vampirisch sind aber genauso bleich wie ein Vampir aussehen, führen uns zu Shanoa, die überraschenderweise bleich wie der Mond ist, keine Gefühle empfinden kann aber kein Vampir ist. Yeah!
Die Geschichte von Order of Ecclesia ist vorhersehbar und die Dialoge amateurhaft. Die Grafik ist OK und die Animationen gerade noch so im Gegensatz zu Portrait of Ruin, das ich allein wegen der katastrophalen Animationen nicht gekauft habe. Die Musik ist komischerweise schwach und verhält sich zu anderen Castlevanias wie Starfox 64 zu Starfox. Das Leveldesign kommt von allen anderen Castlevanias Symphony of the Night am nächsten, indem es sich ständig wiederholt, nie Geschicklichkeit verlangt und sich nicht zu schade ist, einem mehrmals einen halben Kilometer bestehend aus Nichts vorzusetzen. Damit meine ich, daß es einen geraden Boden ohne besonderen Eigenschaften hat und keine Plattformen oder sonst was. Man läuft einfach 5 min lang vorwärts und haut manchmal auf die Angriffstaste.
In Order of Ecclesia ist es das erste Mal seit Rollenspielelemente in Castlevania existieren, daß sich die Entwickler die Mühe gemacht haben, den Spieler nicht zuviel Geld zu geben, mit dem er haufenweise Heilgegenstände kaufen kann. Es ist das erste Mal, daß man sich tatsächlich mit der Spielmechanik auseinander setzen muß und plötzlich fallen einem 5 andere Sachen unangenehm auf, um die sich Entwickler besser gekümmert hätten. Die Speicherpunkte sind teilweise so weit von dem Punkt, wo man öfter stirbt, entfernt, daß einem Tränen in die Augen kommen. 4/5 des Waffenarsenals ist nutzlos. Sobald man die Projektilmagien hat, die fast den ganzen Bildschirm bedecken oder selbst den Feind suchen und die sich als Standardwaffen ausgeben, gibt es keinen Grund auf Schwerter, Äxte und wasweißich noch umzusteigen. Bei den Standardgegnern braucht man keine Geschicklichkeit, sondern die Waffe, die 3 Mal soviel abzieht wie andere, weil sie das richtige Element hat und von einem Abstand treffen kann, von dem der Gegner keine Chance hat. Als ich vorhin sagte, daß man sich mit der Spielmechanik auseinandersetzen muß, dann meinte ich folgendes Vorgehen:
- Neuer Gegner taucht auf.
- Man probiert alle Projektilwaffen durch, bis man eine findet die deutlich mehr Energie abzieht als die anderen.
- Man wechselt in Zukunft, jedesmal wenn der Gegner auftaucht, auf die entsprechende Waffe. Wenn die Waffe sich nicht in den drei verhältnismäßig leicht zugreifbaren Slots befindet, die komischerweise mit einer Tastenkombination statt einer einzigen Taste gewählt werden, dann muß man in ein dreifach verschachteltes Menü einsteigen und die Waffe zweimal ändern (einmal für jede Hand).
Resultat: Spaß!
Wer will schon ununterbrochen ein Actionspiel spielen, wenn er alle paar Minuten dazu gezwungen werden kann, Menüs zu navigieren? Wenn wir schon bei Listen sind, hier sind die RPG-Castlevanias nach Qualität geordnet:
1. Dawn of Sorrow
2. Aria of Sorrow
3. Egal, weil der ganze Rest eure Zeit nicht wert ist.
Jemand, der die "Sorrows" spielen will, sollte mit Aria anfangen, weil das zuerst erschienen ist, ein GBA statt ein DS Spiel ist und man kein "Downgrade" mitmacht, wenn man von einem auf das andere Spiel umsteigt.
Außerdem muß der Begriff "Metroidvania" sterben, weil es beleidigend für ein paar der besten Action-Adventures, die es gibt, ist. Metroid hat keine Erfahrungspunkte, jeder neue Gegenstand erweitert die Interaktionsmöglichkeiten mit Umgebung und Feinden und es braucht keine verf...logene(?) Menüs.
Ich habe fertig.
Sonntag, 12. September 2010
Cloudy with a chance of meatballs
...ist sehr unterhaltsam. Die einzige, große Schwäche des Films ist, daß der große Bogen, den die Geschichte beschreibt, vorhersehbar und disneymäßig ist. Das ganze drumherum ist dennoch gut gemacht. Der Film ist schnell, modern, albern, boshaft, übertrieben und hat Mr. T drin. Mein zweitliebster 3D-Animationsfilm nach The Incredibles.
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Donnerstag, 9. September 2010
Bayonetta
"Wenn ich God of War kaufe, weil es flüssig läuft (nicht Teil 3) und weil es spielerisch ordentlich ist, obwohl seine Ästhetik und seine Dialoge für den Spieler beleidigend sind, dann kann ich dasselbe mit Bayonetta machen" habe ich mir gedacht. Da der Preis auf ungefähr 17€ gefallen ist, hatte ich nicht ein allzu schlechtes Gewissen.
Ich habe inzwischen anderthalb Kapitel gespielt. In der ersten Kapitelauswertung stand, daß ich knappe 6 Minuten dafür gebraucht habe, beim speichern stand, daß ich 48 Minuten im Spiel verbracht habe. Vermutlich muß man zusätzlich noch 5-10 Minuten abziehen, weil die Zeit, die ich im Tutorial verbracht habe, nicht in der Spielzeit miteingerechnet wird. Darin habe ich wiederholt versucht, ein paar Moves auszuführen, die angezeigt aber noch nicht freigeschaltet wurden.
Also 5 Minuten gespielt und 30 Minuten Videos angeschaut, die von der Bildqualität her abgefilmte Kopien von Kinofilmen unterbieten. Reife Leistung!
Ich habe inzwischen anderthalb Kapitel gespielt. In der ersten Kapitelauswertung stand, daß ich knappe 6 Minuten dafür gebraucht habe, beim speichern stand, daß ich 48 Minuten im Spiel verbracht habe. Vermutlich muß man zusätzlich noch 5-10 Minuten abziehen, weil die Zeit, die ich im Tutorial verbracht habe, nicht in der Spielzeit miteingerechnet wird. Darin habe ich wiederholt versucht, ein paar Moves auszuführen, die angezeigt aber noch nicht freigeschaltet wurden.
Also 5 Minuten gespielt und 30 Minuten Videos angeschaut, die von der Bildqualität her abgefilmte Kopien von Kinofilmen unterbieten. Reife Leistung!
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