Freitag, 30. August 2019

Quarantine Circular

Enttäuschender Nachfolger von Subsurface Circular. Auf der einen Seite ist es gut, dass sie nicht das wiederkauen, was sie im letzten Spiel gemacht haben, auf der anderen Seite fällt die ganze Geschichte flach.

Was ist das??

Mathematisch gesehen, hat man mehr Entscheidungsfreiheit, in der Erzählung ist man mehr beschränkt, weil man in die Rolle verschiedener Charaktere schlüpft und dann Entscheidungen fällen muss, die charaktertreu sind aber die dem Spieler alle nicht gefallen.

Dienstag, 27. August 2019

Now Playing - The Swapper

Obwohl mein Laptop ungefähr so leistungsfähig ist wie eine Xbone (ich kann MGS5 in 720p auf Medium mit 60 FPS laufen lassen), bin ich es gewohnt, dass alle anderen Spiele relativ schlecht optimiert sind und ich selbst bei Umsetzungen aus der PS360 Generation die Auflösung auf 720p setzen muss, damit sie mit 60 FPS laufen. Bei Lords of Shadow ist es zum Beispiel so. DmC und Saint's Row 3 kann ich überhaupt nicht mit 60 FPS laufen lassen, was dumm ist. 99% der Unity Spiele kann man per default vergessen, selbst wenn sie in 2D sind. The Swapper läuft sehr gut in voller Auflösung und das macht mich glücklich.

In echt sieht es nicht SO schwammig aus. Ich glaube
das ist vom Motion Blur aber ich bin zu faul jetzt
einen neuen Screenshot zu machen.

Sonst habe ich nur den Anfang gespielt und es ist schön einfallsreich, atmosphärisch und das Level-Design ist schlau. Solange ihnen am Ende die Ideen nicht ausgehen und sie dafür verlangen, dass man pixelgenaue Arbeit abliefert, wird es gut.

Mittwoch, 14. August 2019

Subsurface Circular

Es besteht quasi nur aus Dialogen, in denen gelegentlich Rätsel eingebunden sind. Das Entscheidungskriterium hier ist nicht die Spielbarkeit sondern, wie gut die Geschichte ist, die das Spiel erzählt.

Sie ist gut.

Ich war überrascht, wieviel man aus so einem Format rausholen kann, und ich bin in meinen fortgeschrittenen Jahren immer schwieriger zu überraschen.

Sonntag, 11. August 2019

Time Gentlemen, Please!

Es ist in etwa so witzig wie der Vorgänger aber die Rätsel waren mir zu crazy. Die Welt war größer, hat aber die Fortbewegungsmöglichkeiten nicht beschränkt, wie es oft in solchen Spielen passiert, dass man weiß, worauf man sich konzentrieren soll. Und ich habe größere Pausen gemacht, die Übersicht verloren und irgendwann zum größten Teil mit vorgegebenen Lösungsweg weiter gemacht.

Schade.

Grundsätzlich  kann man Spaß damit haben aber auch wegen der Umstände ist es bei mir nicht so geworden.

Freitag, 9. August 2019

Behold the Kickmen ... again

Ich habe Behold the Kickmen noch einmal angefangen, nachdem der Entwickler mit gesagt hat, dass man die Schwierigkeitsstufe runterstellen kann (allerdings nur vor dem Beginn) und diesmal auch beendet. War OK.

Donnerstag, 18. Juli 2019

Assassin's Creed Chronicles China, India Russia alles zusammen

Ist es Mark of the Ninja? Ist es Prince of Persia? Nein, es ist Assassin's Creed Chronicles!

Die China Episode sieht wie auf Reispapier gemalt aus.

Und obwohl es sich bei den anderen Spielen bedient, hat es genug Charakteristika der namensgebenden Serie hinübergerettet, dass es sich tatsächlich wie ein flache Version der großen Brüder anfühlt. Obwohl alle drei Episoden zusammen zum durchspielen so lange brauchen wie einer der 3D Vertreter. Also doch nichts mit groß und klein.

Die Spiele haben einfallsreiche Ideen, um einen eigenen Geschmack zu haben, und Abwechslung einzubringen. Das Problem ist, die Spiele werden von der Trägheit in Steuerung und vom Leveldesign im Stich gelassen.

Russia sieht wie ein Propaganda-Poster aus. India wie
typisch indische Kunst. Ich mag's.

Es fängt schon so an, dass es in China OK ist aber nie besonders aufregend. Je mehr man fortschreitet und der Schwierigkeit anzieht, desto starrer wird das Spiel. Oft gibt es nicht den optimalen sondern nur den einzigen Pfad, es kommen vermehrt Timer im Einsatz und es wird Millimeterarbeit abverlangt. Das Scoresystem wirkt zusätzlich wie eine Zwangsjacke und man sollte es ignorieren. Das ist mir viel zu spät bewusst geworden. Und das Spiel läuft mit der Unreal Engine 3 auf einem Laptop, das leistungsmäßig auf Xbone Niveau liegt, mit 720p und ruckelt trotzdem zu oft.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich bereut habe, bis zum Ende durchgehalten zu haben. Ich glaube schon.

Montag, 15. Juli 2019

Yoku's Island Express

Texte über gute Spiele zu schreiben ist langweilig.

Yoku ist wie Metroid, nur dass man nur nach links und rechts rollen kann, aber alles andere sonst sich wie ein Flipper verhält. Es ist hübsch, die Musik ist chillig, die Charaktere haben (glücklicherweise) nicht viel zu sagen und das Spiel hat Charme.

Das gehört nicht mal zu den hübscheren Stellen im Spiel.

Leveldesign ist sowohl übersichtlich insgesamt und stellenweise schön verzwickt mit Geheimnissen, wie es sich in einem guten Spiel dieser Art gehört.

Das war's, glaube ich.

Freitag, 12. Juli 2019

Quake 4

Man hat id Software früher vorgeworfen Spiele zu machen, die primär als Tech-Demo taugen aber spielerisch nicht so viel Tiefe haben, wie sich das PC Spieler damals gewünscht haben. Es war schon damals eine lachhafte Ansicht und rückwirkend betrachtet sollte es auch für den letzten Deppen offensichtlich sein, dass id Spiele wegen ihrer Spielbarkeit echte Klassiker sind. Währenddessen ist der überwältigende Großteil der Egoshooter aus den 90ern vergessen worden.

Auch die Spiele, die id in Auftrag gegeben hat, konnten nicht mithalten. Doom 3 war zu dem Zeitpunkt das meistkritisierte Spiel von id aber auch das erfolgreichste. Quake 4 war dagegen so uninteressant, dass sich keiner die Mühe gegeben hat, es zu kritisieren. Zurecht!

Ein gutes Beispiel, das gute und schlechte grafische Elemente
zeigt, die sich im Spiel ständig die Hand reichen.


Es sieht schlechter aus als ich Doom 3 in Erinnerung habe. Chaotisch. Es spielt sich auch wie aus einer vor-Halo-Epoche mit typischen PC-Spiel Problemen. Die Checkpoints sind so, als ob man sie auf einem Designdokument festgesetzt hat aber später, nachdem das Spiel fertig war, nicht mehr angepasst hat, dass sie "Fortschrittseinheiten" speichern statt Kapitel. Sie liegen oft zu weit auseinander und zusammen mit mangelndem Polishing anderswo, der zum Beispiel dem Spiel erlaubt gleich nach Öffnen der Tür den Spieler zu beschießen und Energie abzuziehen, bevor er reagieren kann, zwingen sie fast einen zur Quicksave Nutzung vor allem gegen Ende des Spiels.

Das Spiel hat trotzdem oft interessantere Auseinandersetzungen als Hau-den-Lukas-Call-of-Duty.

Dienstag, 9. Juli 2019

Rainbow Six Vegas 2

Weil ich doof bin, wollte ich zuerst Rainbow Six Vegas Numero Uno auf dem PC nachziehen, weil ich die Geschichte vergessen habe, weil die ja so wichtig ist. Nachdem ich zwei Stunden damit verbracht habe, zu versuchen, das Gameplad erkennen zu lassen, habe ich verstanden, dass das Editieren des ini-Files nur in Teil 2 funktioniert, obwohl die Schritte sich auf beide anwenden lassen, und dann bin ich direkt in Teil 2 eingestiegen.

Ubisoft ist besser geworden.

Ich hatte die Serie besser in Erinnerung. Die KI ist bißchen doof aber trotzdem sind die eigenen Teamkameraden meist übermächtig, bis auf einige Stellen, wo das Leveldesign ungünstig für sie ausfällt und die dann mit jedem Versuch an der selben Stelle sterben.

Wie schlecht der Kern der Spielmechanik ist, offenbart sich im vorletzten Level, wo man ohne Team unterwegs ist und plötzlich mit jedem Aspekt des Spiels ungefiltert konfrontiert wird. Unsichtbare Linien, die Gegner aus dem Nichts spawnen. Sterben bevor man überhaupt die Möglichkeit hat, den Gegner zu sehen, geschweige denn zurückzuschießen. Rücksetzpunkte die zu  weit auseinanderliegen. Wie ein unbalanciertes Spiel aus den 80ern.

Die meiste Zeit mit Team ist gerade noch OK vom Gefühl her. Trotzdem eine Nachricht an mich selbst, wenn ich in Zukunft diesen Text lese: "Falls du mit dem Gedanken spielst, das hier noch mal anzufangen, tu es nicht! Du wurdest gewarnt."

Samstag, 6. Juli 2019

Left 4 Dead 2

Ich habe die ersten zwei Kapitel mit einem Freund gespielt, weil wir ein co-op Spiel gebraucht haben, das auf meinem Laptop läuft. Es gefällt mir nicht. Es ist nicht hübsch. Die Sprachsamples nerven recht schnell.

Wie heißt der Typ nochmal?

Es ist wie Geometry Wars in 3D, nur dass es weder die nötige Übersicht bietet, noch ist befriedigend, die Zombies abzuschießen. Die wirken wie aus Pappe.

Mittwoch, 3. Juli 2019

Filme 10

Basic Instinct

Ich frage mich, ob ich das spannend oder sexy gefunden hätte, wenn ich es gesehen hätte, als es noch frisch war. Wahrscheinlich nicht.

Operation Mekong

Die erste Hälfte ist ganz nett, auch wenn typisch für so eine Art Film jede Sorte von Subtext fehlt. Die zweite Hälfte ist planlos, langweilig und Rambo-3-Level doof.

Außerdem zuviel Wackelkamera.

Game of Thrones

Meine Meinung stimmt in etwa mit dem überein, was die Enttäuschten über die letzte Saison oder die letzten zwei sagen. Schade. Die schlimmste Folge war für mich der Kampf mit den Zombies, weil da zu viele Charaktere unmögliche Situationen überlebt haben, indem der Schnitt zu einer anderen Szene gewechselt hat.

I Kill Giants

Handwerklich gut, manchmal mitreissend. Der Hook, auf den der Film aufbaut, offenbart sich am Ende als sinnlos. Es entwertet den Film. Er ist nicht schlecht aber empfehlen kann ich ihn auch nicht.

Sonntag, 30. Juni 2019

Shenmue 1 & 2

Ich habe die Spiele hier und da erwähnt, aber noch nie ausführlich darüber geschrieben. Nicht hier. Aber reichlich anderswo. Ich schau mal, was ich so in Foren geschrieben habe. Vielleicht kann ich es reinkopieren, etwas überarbeiten und mir Arbeit sparen. Wartet kurz!

So.

Shenmue hat haufenweise Schwächen und es ist völlig legitim, wenn sie einen so stören, dass man keinen Spaß daran hat.

The four wude.

Es ist fast zwanzig Jahre her und wir sind vier Konsolengenerationen weiter und es gibt kein einziges Spiel, das so erfolgreich schafft, den Spieler in einen anderen Ort zu versetzen so wie Shenmue in Yokosuka. Ich meine einfach nur das Gefühl durch die Straßen zu laufen. GTA sowieso ist ein Lego-Spiel mit realistischer Grafik dagegen. Die Figuren existieren dort nur, um vom Spieler überfahren zu werden oder um ihm Missonen zu geben. Ihre Dialoge kommen von einem Briten, der Gangsta sein will, und sind wie von Hugh Grant in Mickey Blue Eyes nur mit einem echteren Akzent. In Shenmue hat man echte japanische Charaktere mit allen Eigenheiten, Höflichkeitsformen und Mimik, die Japaner halt haben, und die ihren Tagesablauf nachgehen, den man dann unterbricht. Die brauchen den Spieler nicht, um zu existieren. Man sollte meinen, dass das im Spiel keinen Unterschied macht, außer dass es lästig ist, wenn man Menschen sucht, aber es macht einen enormen Unterschied im Mittendrin-Gefühl, ob die Welt nur existiert, um dem Spieler zu dienen, oder ob ihr der Spieler egal ist. Sowas gibt es nicht in GTA, nicht in Yakuza und nicht in sonst einem Spiel. Assassin's Creed Origin wird das zweite Spiel überhaupt, das so eine Tagesablaufsimulation in so einem Spiel bietet und das mit 18 Jahren Verspätung.

The hitting of the tree.

Die Leute, die dem Spiel Charaktertiefe absprechen, sollen mir Spiele zeigen, wo es besser gemacht wird. Ich dachte am Anfang auch, dass die Geschichte simpel ist, aber ich sehe keinen auf NeoGAF z.B., der es blickt. Ich lese immer nur "Yeah, Shenmue 3, endlich werde ich Lan Di dem Arsch treten" und die sehen nicht, dass es nicht darum geht. Die letzte Anweisung von seinem Vater war, dass er Freunde machen soll, was er größtenteils ignoriert. Es gibt Hinweise, dass sein Vater nicht ganz unschuldig war. Die Aufgabe von Ryo wird am Ende nicht sein, Lan Di zu besiegen, sondern den Kreis der Gewalt zu beenden. Ich habe schon wieder zu viel geschrieben ... egal.

Unterm Strich spielt man Shenmue nicht wegen der Spielmechanik. Wenn es darum ginge, kann das Yu Suzuki auch in anspruchsvoll. Er hat Virtua Fighter gemacht. Es geht darum, in der Welt des Spiels zu existieren und die Reise mitzumachen.

Hier noch ein Bonus-GIF, das zeigt, wie vor einer Interaktion das Spiel die Schritte berechnet und ausführt1, um Ryo richtig zu positionieren. Das gibt es meines Wissens seitdem in keinem anderen Spiel.